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GA 1-motorig
Ich habe hier meine FREEWARE Download-Tipps für Dich in einer Liste zusammengefasst. Viel Spaß beim Stöbern...
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Socata Rallye 100 ST
Ende der 50er Jahre entwickelte die französische Firma Morane-Saulnier einen leichten, einmotorigen Tiefdecker, der in erster Linie vom Militär als Schulungs- und Verbindungsflugzeug eingesetzt werden sollte. Mit dem Ur-Modell, der MS.880 Rallye Club, gewann die Firma die Ausschreibung der Regierung. Dies war der Startschuss für die recht erfolgreiche Rallye-Reihe. Markenzeichen sind automatische ausfahrenden Vorflügel, die zu hervorragenden Langsamflug und STOL-Eigenschaften führen.
1965 wurde Morane-Saulnier Teil der Sud-Aviation und wurde in Socata umbenannt. Bis 1984 wurden mehr als 3300 Rallyes gebaut. Ende der 70er Jahre wurde eine Lizenz an die polnische PZL (Panstwove Zaklady Lotnicze) verkauft, die das erfolgreiche Flugzeug unter dem Namen Koliber weiter baute. Das Modell 100 ST ist eine Version mit einem 100 PS starken Rolls-Royce Continental O-200 Motor, sie kann variabel als Zwei- oder Viersitzer ausgestattet werden.
Seit einiger Zeit gibt es von einem französischen Designer die Umsetzung der 100 ST als originäres FSX-Modell. Der Download ist nur über die Website des Autors möglich und ist 19,4 MB groß. Es gibt immer wieder neue und verbesserte Versionen, angesehen habe ich das Modell vom 20.11.2011. Die Installation erfolgt händisch, indem einfach der Rallye-Ordner komplett in das Airplane-Verzeichnis des FSX kopiert wird.
Weitere Dokumente oder Anleitungen gibt es nicht, also los geht es. Gesteuert wird die Rallye am Boden über Differenzial-Bremse, was mit Pedalen recht einfach funktioniert. Klappen gesetzt, Gashebel vor und schon nach wenigen Metern hebt der Flieger ab. Gespannt war ich auf die automatischen Vorflügel. Tatsächlich fahren sie bei 150 km/h ein und springen mit einem Knall wieder heraus, sobald man langsamer als 120 km/h wird. Sehr schön!
Ansonsten handelt es sich um eine Freeware, die nicht unbedingt bis in die kleinsten Details geht, sowohl was das Außenmodell wie auch das VC angeht. Lustig, wie der Pilot den Kopf einzieht, wenn die Haube auf- und zugleitet. Der mitgelieferte Sound ist in Ordnung. Ein 2D-Panel gibt es nicht, mit Shift+3 kann man sich das GPS einblenden lassen.
Fazit:Die meisten Segelflieger werden die Morane als unermüdlichen Schlepper kennengelernt und im FSX bisher vermisst haben. Die Umsetzung der Rallye 100 ST ist gelungen, besonders die animierten, automatischen Vorflügel sind schön gemacht. Zwar gibt es die Socata nur in einer Bemalung, aber das kann man bei Freeware locker verkraften.
Socata Rallye 100 ST (20 MB)
Cessna 152
1957 wurde in Wichita, Kansas, mit der Cessna 150 eine der weit verbreitesten Schulungsflugzeuge der Welt entwickelt. Angetrieben von einem 100 PS Continental O 200 Motor kommt die C 150 auf eine Reisegeschwindigkeit von 105 kt. 1977 wurde die 150 von der äusserlich sehr ähnlichen Cessna 152 abgelöst, die mit einem betriebsgünstigeren Lycoming O-235 Motor mit 110 PS ausgestattet war.
Bis 1985 wurden weltweit über 31.000 Einheiten hergestellt. Interessant für Deutschland ist, dass die Cessna 150/152 auf ein max. Startgewicht von 750 kg abgelastet werden kann und somit als Ultralight gilt. Damit kann sie mit dem PPL-N geflogen werden.
Schon seit langer Zeit gibt es bei Justflight die Cessna 152 als Freeware und Einstieg in die FlyingClub X Serie, in der weitere Kleinflugzeuge und Hubschrauber für den FSX erschienen sind. Nach dem Download des ca. 35 MB grossen Installer hat man zunächst verpflichtend die Möglichkeit, sich die verschiedenen Produkte von Justflight mal anzusehen.
Wenn der Trailer vorbei ist, finden sich im Airplane-Verzeichnis gut 43 MB und ein Modell der 152 in roter Bemalung wieder. Das Aussenmodell ist recht ordentlich detailreich modelliert, natürlich handelt es sich um ein DX10-fähiges Flugzeug. Auch das VC ist mit fotorealen, wenn auch etwas unscharfen Hintergründen schön anzusehen, auch wenn die einzelnen Instrumente nicht wie heute meist üblich dreidimensional ausgeführt sind.
Der mitgelieferte Sound erinnert ein wenig an einen Rasenmäher, ist aber ohne grobe Fehler. Auch die Flugeigenschaften der kleinen Einmot kommen sehr schön rüber. So ertönt tatsächlich die Stallwarnung einen kleinen Moment vorher, bevor sich der Flieger auf die Nase stellt, um Fahrt auszuholen.
Fazit:Ein nettes Freeware Flugzeug für alle, die low and slow spazierenfliegen möchten. Selbst Freunde des 2D-Panels werden hier auf ihre Kosten kommen. Für den FSX stellt die Maschine keine zusätzliche Belastung dar, die Framerate liegt exakt so hoch wie bei der Standard C 172.
Cessna 152 (35 MB)
PAC 750 "Cresco"
Deane Baunton kennen wir ja schon mit seiner "Fletcher", eines der ersten Freeware-Flugzeuge für den FSX. Nun hat er die PAC 750 "Cresco" herausgebracht, die stärkere Version der "Fletcher", angetrieben von einer Propellerturbine mit 750 hp.
Bis heute wird dieses äußerst robuste Agrarflugzeug bei Pacific Aerospace in Neuseeland gebaut. Als die "Cresco" im Februar 1979 ihren Erstflug absolvierte, war sie der erste Agrarflieger mit einem Turboprop-Antrieb. Die Leistungen sind erstaunlich: der Tank fasst mehr als 2 Tonnen Ladung, die in gut zwei Minuten versprüht werden. Die typische Menge an Sprühgut liegt bei 30 Tonnen pro Stunde. Auch als Fallschirmspringer-Absetzflugzeug macht sich die "Cresco" einen Namen: mit 12 Springern an Bord erreicht sie 14.000 ft in 12 Minuten.
Vieles von dem, was in der "Fletcher" noch zu bemängeln war (siehe unten), hat Deane in der "Cresco" nun verbessert. Das VC ist jetzt richtig gelungen und kommt mit zwei verschiedenen Agrar-GPS Geräten daher, die das exakte Abfliegen erleichtern sollen. Der Tankdeckel für das Sprühgut wird vom Cockpit durch einen Seilzug betätigt, was nett animiert ist. Das Fahrwerk ist sehr schön nachgebildet und vor allem die Federung ist beeindruckend.
Das Downloadpaket ist gut 50 MB groß, die Installation erfolgt von Hand durch einfaches Kopieren in den Airplane- bzw. Effects-Ordner des FSX. Einen Einfluss auf die Framerate habe ich bei der "Cresco" nicht feststellen können, auch ist die Anzeige der Instrumente inzwischen flüssig.
Fazit:Die "Cresco" ist nicht hübsch, sie ist ein echtes Arbeitstier. Wer sich mal mit Agrarfliegerei beschäftigen möchte, für den ist das Flugzeug bestens geeignet. Für längere Überlandflüge kann man sich allerdings was Komfortableres vorstellen.
PAC 750 "Cresco" (53 MB)
Pilatus PC-6/H2 "Turbo-Porter"
Die Porter ist ein robustes und geräumiges Flächenflugzeug mit exzellenten Kurzstart- und Landeeigenschaften (STOL). Die Entwicklung wurde in der Schweiz 1957 aufgenommen, der erste Prototyp hob 1959 ab. Zunächst noch mit Kolbenmotor ausgestattet, wurde ab 1964 eine Propellerturbine von Pratt + Whitney mit 410 kW Leistung eingebaut, der die Maschine ihre typische lange Schnauze verdankt.
Das "schweizer Taschenmesser unter den Flugzeugen" bzw. der "Jeep der Lüfte" wurde bisher in über 300 Exemplaren gebaut. In den USA gab es Lizenzbauten der Firma Fairchield, die durch die Namenserweiterung PC-6/H2 erkennbar waren. Diesen Typ hat Tim Conrad für den FSX nachgebaut.
Nach dem Download von 12 MB ist die Turbo-Porter schnell installiert, weitere Bemalungen finden sich bei den üblichen Quellen, ein Paint-Kit liegt bei. Von außen macht die PC6 eine Menge her. Liebevoll modellierte Details wie das Spornrad oder die Landeklappen, dazu schöne Animationen wie z.B. der herausklappende Landescheinwerfer sind schon etwas Besonderes. Auch die Bump-Maps stimmen und verleihen der Außenhaut genau den leicht verbeulten Blechcharakter, den so ein Gebrauchsflugzeug nun mal hat.
Klar, das bei der Dateigröße kein Sound mit dabei sein kann, hier bedient sich Tim bei der Standard C208, was auch recht gut hinkommt. Auch innen macht es viel Freude, sich umzusehen. Alle Schalter sind in 3D modelliert und nicht einfach nur als Textur vorhanden. Die Avionic ist ausreichend, wenn auch ein wenig altmodisch, was die Radios angeht. Einen Autopiloten sucht man vergeblich.
Die Flugeigenschaften lassen erahnen, wie kraftvoll diese Maschine in Wirklichkeit ist. Mit Klappen auf 1/2 und ordentlich getrimmt, hebt die Porter nach wenigen Metern ab und zeigt ganz erstaunliche Steigleistungen. Mit vollen Klappen kann man seinen Anflug bequem mit 60 kts durchführen, wobei allerdings die lange Motorhaube die Sicht auf die Landebahn nimmt. Bei 50 kts kommt die Stall-Warnung. Wenn man in diesem Moment aufsetzt und voll in die Bremsen steigt, steht die Porter in wenigen Sekunden still. Toll gemacht.
Fazit:Die Turbo-Porter ist nichts für lange Reisen. Wer sie fliegt, hat es mit kleinen Buschflugplätzen und schwierigen äußeren Bedingungen zu tun. Und genau da zeigt diese hübsche Freewareperle, was in ihr steckt.
Pilatus PC-6 "Porter" (12 MB)
North American Navion "Rangemaster"
Die einmotorige, viersitzige Maschine entstand gegen Ende des 2. Weltkrieges in den USA zunächst als Trainer, später als ziviles Sportflugzeug.
1948 erwarb die Firma Ryan die Rechte an dieser Maschine, die in Ganzmetallbauweise hergestellt wurde. Insgesamt wurden etwa 1200 Einheiten der Ryan Navion gebaut, von denen auch heute noch viele flugfähig sind.
Für den FSX hat RFS Design (Rich Schwertfeger und Bill Leaming) eine Umsetzung der Navion erstellt. Leider entspricht das Außenmodell nicht ganz den Erwartungen, die man heute auch an ein Freeware-Flugzeug stellt. Auch das VC ist eher etwas einfach gehalten, was allerdings nicht für die Avionics gilt. Diese machen das Flugzeug voll IFR-tauglich.
Umgekehrt sorgt natürlich ein einfaches Modell für einen flüssigen Ablauf der Simulation. Und so kommen die gar nicht mal so schlechten Flugeigenschaften schön zur Geltung. Als Sound dienen die WAV-Dateien der Default Mooney, was recht gut passt.
Fazit:Ein zwar einfach gemachtes, insgesamt aber doch gelungenes Flugzeug. Gerne hätte man an vielen Stellen noch mehr Details entdeckt. Erfreulich ist das mitgelieferte, kleine Manual, das einem die umfangreichen Avionics etwas näher bringt.
NA Navion "Rangemaster" (42 MB)
Navion Service Release 1 (471 kB)
Pilatus PC-7
Die schweizerische Pilatus PC-7 ist ein zweisitziges Turboprop-Schulflugzeug.
Sie wurde aus der P-3 abgeleitet, wird aber im Gegensatz zu dieser durch eine Propellerturbine angetrieben, verfügt über eine überarbeitete Zelle, eine neue Kabinenhaube und aerodynamische Verbesserungen.
Der Erstflug der PC-7 fand am 12. April 1966 statt. Mangels Nachfrage lief der Serienbau jedoch erst 1977 an.
Aufgrund der guten Leistungen sowie tieferen Kosten als Jettrainer fand der PC-7 einen großen Absatz.
Für den FSX hat sich Tim "Piglet" Conrad dieser Maschine angenommen und dabei eine sehr gelungene Umsetzung des Trainers erreicht. Voll bedienbares und animiertes VC, DX10-tauglich, dabei kaum an den Ressourcen des Rechners knabbernd - diese PC-7 macht Laune!
Natürlich gibt es auch kleine Abstriche wie etwa der Sound, bei dem sich Tim am Motorgeräusch der Standard Cessna Caravan bedient. Auch erscheinen die Flugleistungen etwas zu schwachbrüstig im Vergleich zur Payware PC-9 zu sein.
Seit Juli 2010 gibt es als Update die Version 2.0 von Tims PC-7. Die Dateigröße ist von 4 auf fast 50 MB angestiegen. Es gibt ein besseres VC, hoch aufgelöste Bemalungen, ein neues Modell u.v.m.. Die neue PC-7 sieht umwerfend gut aus und lässt sich hervorragend fliegen!
Fazit:Eine anspruchsvolle und recht schnelle Maschine, mit der es sehr viel Freude macht, die Gegend unsicher zu machen. Meine Empfehlung, diesen Trainer unbedingt mal auszuprobieren.
Pilatus PC-7 (48 MB)
Meyers 200D
Die Meyers 200 wurde in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA produziert.
Herausragende Merkmale der viersitzigen Reisemaschine waren die stabile Ganzmetallkonstruktion sowie die hervorragende Aerodynamik, die der Meyers 200 einige Geschwindigkeitsrekorde einbrachte. Nach der Übernahme von Meyers durch Aero Commander wurden 77 Flugzeuge des Typs 200 D mit einem Continental 285 PS Motor gebaut.
Für den FSX war es wieder einmal Tim Piglet Conrad, der diesen rüstigen Oldtimer flügge gemacht hat. Nach dem Download der gut 8 MB großen zip-Datei wird einfach das Verzeichnis 200D in den Aircraft-Ordner des FSX kopiert. Die Gauges (200D.cab) können entweder im Unterverzeichnis Panel der 200D abgelegt werden oder im Gauges-Verzeichnis des FSX.
Der erste Rundumblick ist typisch Piglet: ein gut instrumentiertes Panel mit allem, was das Pilotenherz höher schlagen lässt. Dazu eine recht einfache und damit Framerate-schonende Kabine. Immerhin lässt sich das kleine Seitenfenster links per Mausklick öffnen. Und klar: der DX10-Modus funktioniert bei der Meyers 200D.
Die Flugeigenschaften sind für Piloten, die eine gleichgroße Cessna gewohnt sind, überraschend. Die Meyers geht ab wie ein Windhund, sobald Klappen und Fahrwerk eingefahren sind. Umgekehrt lässt sich die Geschwindigkeit im Landeanflug mit den Klappen sehr gut abbauen, selbst ein Slip ist effektiv.
Fazit:Ein überraschend schnelles und agiles Flugzeug, das mit Autopilot ausgerüstet bis zu 1200 km Reichweite hat und somit auch für ausgedehnte VFR- oder IFR-Flüge infrage kommt.
Meyers 200D (8,3MB)
Grob G115 Tutor
Die Grob G 115 entstand in den 1980er Jahren und ist konzipiert für die Pilotenauswahlschulung, Anfänger- und Kunstflugausbildung. Der Erstflug der G 115 erfolgte am 15. November 1985, sie erhielt im März 1987 ihre Zulassung.
Bis März 2006 wurden ca. 360 Exemplare (81 G 115, 19 G 115A, 3 G 115B) gefertigt. Durch die zugelassenen maximalen Lastvielfachen von +6/-3g ist sie voll kunstflugtauglich.
Da die britische Royal Airforce einer der Hauptabnehmer für den Trainer war, ist es kein Wunder, dass UKMIL, ein Zusammenschluss von Fans militärischer Flugsimulation, die "Tutor" für den FSX entwickelt hat. Enstanden ist ein voll DX10-fähiges Flugzeugpaket mit zwei Modellen (ein oder zwei Piloten sind an Bord) und insgesamt 16 Bemalungen, die sich allerdings nur im jeweiligen Wappen der Squadron unterscheiden. Aus dem 10 MB Download werden 100 MB auf der Festplatte.
Man sollte vor allem im VC nicht zuviel erwarten, es ist sehr einfach modelliert und texturiert. Auch der Sound (es wird der von der Default Extra 300 verwendet) passt nicht recht: die Tutor hat einen 4-Zylinder Boxer mit 134 KW, die Extra einen 6-Zylinder Boxer mit 224 KW. Trotzdem macht es Spaß, diesen spritzigen Trainer zu fliegen und vor allem die hübschen Formen des Außenmodells zu genießen.
Fazit:Die UKMIL-Tutor gehört zwar zu den wenigen FSX-DX10 Freewareflugzeugen, nutzt aber bei weitem die Möglichkeiten des FSX nicht aus. Trotzdem wird dieser Trainer seine Freunde finden.
Grob G115 Tutor (10MB)
Beechcraft P35 "Bonanza"
Die Beech Bonanza wurde seit 1945 von der Beech Aircraft Corporation als Reise- und Geschäftsflugzeug produziert. Sie ist damit das Flugzeug, welches die längste Serienproduktion überhaupt aufweisen kann.
Mit über 17.000 Exemplaren ist sie auch eines der am meisten produzierten Flugzeuge. Charakteristisch für das Modell P35 war das V-Leitwerk, mit dem die Bonanza berühmt geworden ist.
Für den FSX hat Brett Henderson diese Version in wirklich erstaunlicher Qualität erstellt. Die Flugeigenschaften übertreffen viele Payware-Flugzeuge, hat sich der Autor hier doch ganz besondere Mühe gegeben.
Aber auch das Außen- und Innenmodell sind nett gestalten, nicht überladen und recht authentisch. Leider bietet Brett sein Flugzeug nur auf Simviation an, wo man als nicht angemeldeter "Normalnutzer" oft nur schwer an die Dateien herankommt. Es gibt inzwischen auch ein erstes Update und das Paintkit.
Fazit:Eine schöne Umsetzung dieses herrlichen Flugzeugs, das es bisher als natives FSX-Modell noch nicht gegeben hat. Bonanza-Fans haben also allen Grund zum Lachen, wenn der DL bei Simviation mal geklappt hat.
Auster J1 Autocrat
Die Auster J1 Autocrat kam kurz nach dem 2. Weltkrieg von der Firma Taylorcraft Aeroplanes als Nachfolgemodell der im Krieg sehr erfolgreichen Auster-Modelle auf den Markt.
Als leichtes Reiseflugzeug für maximal 3 Personen hatte sie bei einer Reisegeschwindigkeit von 160 km/h eine Reichweite von 400 km. Es gab eine einfache Version ohne Landeklappen und Elektrostarter unter 1000 Pfund. Angetrieben wurde sie von einem 100 PS 4-Zylinder Cirrus Minor II Motor mit Luftkühlung.
Dave Garwood hat für die "Classic British Flight Sim" CBFS dieses Flugzeug ganz hervorragend für den FSX umgesetzt. Ein wunderschönes, stimmiges Außenmodell passend zu einem authentischen virtuellen Cockpit und einem tollen Motorsound des Cirrus-Engine, dazu eine 19-seitige Dokumentation in englisch ("Pilots Notes") machen die Auster zu einem ganz außergewöhnlichen Schnäppchen. Dies haben schon viele so empfunden, und so gibt es auf den einschlägigen Seiten inzwischen Dutzende schöner Repaints.
Fazit:Es gibt nur wenige Flugzeuge im FSX, die mit so viel Liebe zum Detail entwickelt wurden - die Auster gehört auf jeden Fall dazu und sollte in keinem Hangar fehlen.
Grumman American AA-5B Tiger
Die Firma American Aircraft entwickelte 1970 ihren Zweisitzer American AA-1 zur viersitzigen AA-5 Traveller weiter. Der Erstflug fand am 21. August 1970 und die erste Auslieferung im Dezember 1971 statt.
Nach der Übernahme von American Aircraft durch Grumman entstand 1974 die weiter verbesserte Luxusausführung AA-5B Tiger. Diese hatte einen größeren Kraftstoffvorat und das Lycoming-O-360-Triebwerk. 1990 übernahm American General Aircraft die Rechte an dem Flugzeug und produzierte bis 1994 die nochmals verbesserte AG-5B Tiger. Insgesamt wurden 1323 AA-5B gebaut.
Tim Piglet Conrad hatte dieses kleine Sportflugzeug schon für den FS9 gebaut, nun liegt es neu kompiliert und somit FSX-DX10-konform zum Download bereit.
Man sollte natürlich bei knapp 4 MB nicht allzu große Erwartungen an die Tiger haben. Es ist aber wie die Vorgängerin ein hübsches und Ressourcen-schonendes Addon für Liebhaber der General Aviation. Sämtliche Repaints für die FS9-Tiger sollten auch in der FSX-Version zu benutzen sein.
Fazit:VFR-Liebhaber werden an dieser kleinen und unkomplizierten Maschine ihre Freude haben. Navigiert wird mit der Karte auf den Knien entlang von Flüssen und Straßen.
Aerospace FU24 "Fletcher"
Bei der "Fletcher" handelt es sich um ein landwirtschaftliches Nutzflugzeug, das in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in Neuseeland entwickelt wurde und bis in die junge Vergangenheit gebaut wurde.
Es handelt sich um einen Ganzmetall-Tiefdecker, der dem Piloten und einem Gast Platz bietet und der immerhin fast 2 Tonnen Nutzlast versprühen kann. Mit seinen 400 PS ist die "Fletcher" mit leeren Tanks ein echtes Fliegengewicht - aber wehe, Nutzlast und Treibstoff sind voll ausgereizt: dann wird bei warmen Wetter oder auf etwas höher gelegenen Flugplätzen die Situation schwierig.
Für den FSX hat Deane Baunton den etwas eigenartigen Flieger sehr schön umgesetzt. Das Dreibein-Fahrwerk ist sehr detailliert mit Bremsleitungen etc. modelliert worden, es gibt Einstiegstufen, einen Spiegel an der Flügelvorderkante, Verwirbelungbleche vor den Querrudern... es macht wirklich Spaß, das Flugzeug genauer zu betrachten. Für Spray-Aktionen wird eine eigene Effekt-Datei mitgeliefert, die man im entsprechenden FSX-Effects-Ordner installieren muss. Nun sollte man nur noch eine Tastenkombi für "Ballast abwerfen" definieren, schon steht einer ausgiebigen Vernebelungsaktion nichts mehr im Wege.
Während das Außenmodell mit seinen Gimmiks Spaß macht, sind die Animationen abgesehen vom Nebeleffekt eher schon wieder Standard. Noch etwas mehr fällt das Cockpit ab. Zwar ist die fotoreale Hintergundbitmap sehr schön anzusehen und wichtige Beschriftungen sind scharf nachgezeichnet - allerdings sind die Anzeigen ziemlich ruckelig! Das Multifunktionsinstrument in der Mitte des Panels ist eine Eigenentwicklung von Deane Baunton, es zeigt sehr schön das aktuelle Gewicht, Uhrzeit, Groundspeed und weitere Infos an, eine GPS-Funktion gibt es leider nicht, auch lässt sich das Gerät (noch?) nicht bedienen.
Die Flugeigenschaften wiederum machen Spaß, vor allem der Unterschied im Gewicht beim Sprühen wird sehr schön umgesetzt. Leider fehlen Leistungstabellen ebenso wie Auszüge aus dem Flughandbuch oder auch nur Checklisten - allerdings fliegt sich die "Fletcher" für jeden, der die Cessna 182 beherrscht, recht problemlos. Es werden drei unterschiedliche Modelle in drei Bemalungen mitgeliefert, dazu ein netter, etwas altmodisch klingender Sound.
Fazit:Es sind ca. 10 MB, die man bei Avsim & Co. saugen muss - trotzdem kann ich die "Fletcher" empfehlen. Auch, wenn die Cockpitanzeigen etwas langsam sind, so werden doch kaum Ressourcen bei der Anzeige verbraucht - gerade beim leistungshungrigen FSX ein schlagendes Argument. Die Installation ist völlig problemlos.
Aerospace FU24 "Fletcher" (10 MB)
Piper PA 28R Arrow III
Eines der meistgebauten Flugzeuge für die Allgemeine Luftfahrt (General Aviation, GA) ist die Piper PA28 Cherokee. Das Grundmodell dieses einmotorigen, viersitzigen Tiefdeckers kam 1980 gleich in verschiedenen Varianten und Motoren auf den Markt.
Die Arrow III hat dabei einen Textron Lycoming O 360 C1C6 Motor mit 200 PS und ist mit einem Einziehfahrwerk ausgestattet. Bei einer Reisegeschwindigkeit von etwa 250 km/h hat sie eine Reichweite von knapp 1500 km und eine Gipfelhöhe von 5000 m. Die Arrow III wird bis heute bei Piper Aircraft gebaut.
Von Hauke Keitel, der bisher eigentlich eher als Designer hochwertiger Oldtimer für den FS9 bekannt geworden ist, stammt nun diese wunderschöne Umsetzung der Arrow III für den neuen Flightsimulator X. Allerdings handelt es sich um ein Modell, das mit dem SDK des FS9 kompiliert wurde und somit nicht mit dem DX10-Modus klar kommt. Trotzdem wurde an vielen kleinen Details und Animationen des Außenmodells nicht gespart.
Auch die Kabine ist sehenswert: Das Lüftungsfenster links, die Sonnenblende, Türgriff - alles ist sehr schön animiert und voll funktionsfähig, so dass ein (sehr schlechtes) 2D-Panel oder Klickspots überflüssig werden. Wer will, kann in der Türtasche links die Checklisten anklicken oder auch die Karte einblenden, ein kleiner Navigationsrechner liegt auf dem Nebensitz zur Benutzung bereit. Das Ganze wird durch zwei informative Handbücher (eines Deutsch, das andere Englisch) ergänzt - eine Seltenheit auf dem Freeware-Sektor!
Einziges kleines Manko sind die Flugeigenschaften der Arrow III, die sehr empfindlich auf das Höhenruder reagiert und damit sehr sorgfältig getrimmt sein will. Die in den mitgelieferten Leistungsdiagrammen ausgewiesenen Grenzgeschwindigkeiten lassen sich dennoch gut nachvollziehen.
Fazit:Download-Empfehlung! Der kleine Flieger knabbert kaum an der chronisch knappen Leistung des FSX und hat von Hause aus vieles, auf dass wir selbst bei Payware oft verzichten müssen. Als Manko bleibt, dass die Arrow nicht DX10-fähig ist.
Piper PA 28 Arrow III (14,7 MB)
Handbuch deutsch (2,8 MB)
