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GA 2-motorig
Ich habe hier meine FREEWARE Download-Tipps für Dich in einer Liste zusammengefasst. Viel Spaß beim Stöbern...
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Dornier Do 28 A/B
Aus der erfolgreichen Do 27 wurde Ende der 50er-Jahre bei Dornier in Firedrichshafen am Bodensee die zweimotorige Variante Do 28 entwickelt. Die Tragflächen mit den Auftriebhilfen der Do 27 zusammen mit dem hinteren Rumpfteil der Kabine für sechs Personen wurden übernommen. Die beiden Lycoming-Motoren mit Zweiblattpropeller sowie die beiden Federbeine des verkleideten Hauptfahrwerkes wurden an einem Unterflügel angebracht.
Der Erstflug der Do 28 A mit zwei 255 PS starken Lycoming-Motoren Typ 0-540 und Zweiblatt-Luftschrauben fand am 20. März 1960 in Oberpfaffenhofen statt. Hauptabnehmer war die Deutsche Bundeswehr, wo sie als "Bauernadler" äußerst beliebt war. Die Weiterentwicklung Do 28 D Skyservant wurde unter anderem von der Marine als "Öl-Do" zur Überwachung von Meeresverschmutzern eingesetzt.
Die in der Szene recht beliebte Freeware-Schmiede Classic Wings hat sich des Schulterdeckers angenommen und die Modelle A und B (letztere mit 3-Blatt Verstellpropeller und zwei 290 PS leistende Lycoming-Motoren des Typs IO-540) jeweils mit Fahrwerk und Schwimmer als native FSX-Modelle umgesetzt. Beide Modelle kommen mit einem eigenen Installer, der die Dateien an die entsprechenden Stellen im FSX installiert.
Als Sound wird der von der Standard Beech Baron als Alias angegeben. Doch zum Glück gibt es vom bekannten Soundstudio ArezOne Aviation ebenfalls als Freeware ein Soundpaket speziell für die Do 28, das um Längen besser passt.
Fazit:Auf dem Markt für zweimotorige Freeware-Flieger sieht es für den FSX leider immer noch etwas dünn aus. Um so schöner, ein natives und damit DX10-fähiges sowie mit Cockpitschatten versehenes Modell einer deutschen Konstruktion aus der Zeit des "Wirtschaftswunders" herunterladen zu können.
Cessna 310 Q
Nach dem 2. Weltkrieg boomte die General Aviation besonders in den Vereinigten Staaten, und Firmen wie Piper, Beechcraft und auch Cessna entwickelten ständig neue Leichtflugzeuge. Die 310 war die erste Zweimot der Firma Cessna. Ihr Erstflug fand 1953 statt, bis 1980 wurde sie ständig weiter entwickelt und in den verschiedensten Varianten ausgeliefert.
Eines der erfolgreichsten Modelle war die 310 Q, von der allein fast 1200 Einheiten gebaut wurden. Die Nachfolgerin 310 R, von der nochmals mehr als 1300 verkauft wurden, unterschied sich durch einen 3-Blatt Propeller und eine etwas höhere Zuladung. Aufgrund ihrer Schnelligkeit und der kurzen Start- und Landestrecke war sie vor allem bei Buschpiloten in aller Welt beliebt.
Brett Henderson und Alejandro Rojas haben schon seit langer Zeit erfolgreich gemeinsam Projekte für den MS Flugsimulator realisiert. Die 310 Q ist in GMAX programmiert und mit dem FSX-SDK kompiliert worden, so dass es sich um ein natives FSX Flugzeug handelt. Zur Installation wird einfach der 310Q-Dateiordner in das Airplane-Verzeichnis kopiert, schon kann es losgehen.
Bei knapp 13 MB Downloadgröße kann man nicht zuviel erwarten. Das Außenmodell ist ansprechend gemacht und weist die üblichen Animationen auf. Die Bemalungen kommen mit Bumps und Specs, allerdings vermisst man die leichten Beulen im Blech. Auch auf einen eigenen Sound muss man verzichten, hier bedient man sich bei der Standard-Beech Baron.
Das VC ist ebenfalls insgesamt recht einfach gemacht, aber es funktioniert gut. Man kann und soll das Flugzeug komplett aus dem VC bedienen, das 2D-Panel der Baron ist nur für Totalverweigerer gedacht. Schön ist die kleine Dokumentation, die einem zumindest die absoluten Basics der 310 Q wie Start- und Landegeschwindigkeiten nahebringt.
Fazit:Die Cessna 310 Q gibt es schon seit 2008 für den FSX und findet nur deshalb keine weite Verbreitung, weil man sie lediglich auf Simviation herunterladen kann. Die flotte Zweimot ist für längere Trips bestens geeignet, vor allem natürlich, wenn man ein wenig mogelt und das Standard-GPS sowie den Audiostack mit FSX-Standard-Autopilot als 2D-Window öffnet.
Beagle B.206 (12,8 MB)
Beagle "Basset"
Die Beagle B.206 ist ein leichtes, zweimotoriges, fünf- bis achtsitziges Verbindungsflugzeug und ziviles Mehrzweckflugzeug des Britischen Herstellers Beagle Aircraft. Im Dienst der Royal Airforce wurde die B.206 als "Basset CC.1" bezeichnet.
Von 1961 bis 1969 wurden insgesamt 85 Einheiten dieser Maschine in verschiedenen Konfigurationen und mit verschiedenen Motoren für militärische wie für zivile Zwecke gebaut. Angetrieben von zwei 6-Zylinder Motoren von Rolls Royce mit je 360 PS erwies sich der Tiefdecker in Ganzmetallbauweise aber schon bald als nicht leistungsstark genug. Trotzdem war bei einem max. Startgewicht von 3400 kg immerhin eine maximale Reisegeschwindigkeit von 210 kts möglich - nicht schlecht für die Zeit.
Ganz so schnell ist die "Basset", die Robert Richardson für den FSX hübsch modelliert hat, allerdings nicht. In 5000 ft komme ich selbst mit Vollgas und gut geleant nicht über 180 kts hinaus. Ansonsten sind die Flugeigenschaften aber wie erwartet: sie liegt recht agil auf dem Ruder, will ständig gut ausgetrimmt werden und nimmt bei der Landung auch eine zu hohe Anfluggeschwindigkeit nicht böse.
Das Außenmodell ist recht stimmig in den Proportionen, allerdings scheint der Pilot ein wenig zu klein zu sein. Hübsche Details wie Bremsschläche am Hauptfahrwerk oder eine animierte Trimmklappe am Höhenruder machen die knuffige Zweimot zum Hingucker. Das VC ist voll bedienbar, allerdings eher einfach, was Texturen und Instrumentierung angeht. Self-Shadowing ist unter DX10 natürlich innen wie außen gegeben.
Fazit:
Freeware-Flugzeuge nur für den FSX sind selten, und solche mit 2 Motoren sind regelrecht rar. Wer eine einfache und ziemlich schnelle Alternative zu Payware sucht und dabei auf Dokumentation und eigenen Sound verzichten kann, für den passt die "Basset" ganz hervorragend. Die Quelle Classic British Files ist auch für andere Oldtimer im Flugsimulator gut!
Beagle B.206 (11 MB)
Beechcraft D18
Die Beechcraft Model 18, besser bekannt unter ihrem Spitznamen "Twin Beech", ist ein zweimotoriger Tiefdecker mit Einziehfahrwerk für 6-11 Passagiere. Sie wurde vor dem 2. Weltkrieg in den USA vor allem für Kriegszwecke entwickelt.
Der Erstfug war im Januar 1937. Bis zum Ende der Entwicklung 1970 wurden über 8000 Einheiten des Model 18 gebaut, meist mit Motoren zwischen 450 und 650 PS. Das Modell D18 war nach dem Weltkrieg eines der ersten kommerziellen Passagierfugzeuge für 8 Fluggäste, allein dieses Modell wurde über 1000 mal gebaut.
Für ältere Flugsimulatoren hatten Milton Shupe und Scott Thomas die D18S umgesetzt, es war ein großer Erfolg in der Szene. Mit Erlaubnis der Autoren konnte Dave Carroll die originalen Dateien für den FSX neu kompilieren, so dass jetzt ein echtes FSX-Flugzeug mit Schatten auf sich selbst werfen etc. daraus geworden ist.
Die Installation der "Twin-Beech" geht dank eines Installer sehr einfach von der Hand, etwa 250 MB werden im FSX-Laufwerk an Speicherplatz belegt. Dafür gibt es zwei verschiedene Modelle sowie einige Bemalungen, auf den einschlägigen Portalen gibt es weitere Varianten. Hervorragend ist die Dokumentation, die selbst manche Payware in den Schatten stellt.
Die Flugeigenschaften sowie die Animationen machen viel Freude, einzig der Sound scheint manchmal ein wenig hängen zu bleiben. Das Cockpit ist wunderschön modelliert, und wer möchte, kann sich ein eigentlich überflüssiges 2D-Panel anzeigen lassen.
Fazit:Wieder ein Highlight aus dem FS9, auf das FSX-Piloten lange verzichten mussten. Die Umsetzung ist hervorragend gelungen, jeder Fan von zweimotorigen Oldtimern kann hier unbesehen zuschlagen.
Beechcraft D18 (168,2 MB)
Grob G180 SPn
Die Grob G180 SPn ist ein Projekt für ein zweistrahliges Geschäftsreiseflugzeug des deutschen Herstellers Grob Aircraft. Der Erstflug der acht bis zehnsitzigen Maschine erfolgte am 20. Juli 2005 in Memmingen.
Der zweite Prototyp flog am 29. September 2006 zum ersten Mal, stürzte aber nach 40 Flügen und 28 absolvierten Flugstunden am 29. November 2006 ab.
Anfang 2009 wurde das Unternehmen an die in München ansässige H3 Aerospace verkauft, die die Flugzeugprodukion der Grob Aircraft AG weiterführt, jedoch ist die Zukunft des G180 SPn unklar.
Andreas Körner hatte diesen schmucken Jet schon für den FS9 erstellt, damals allerdings noch ohne VC und virtuelle Kabine. Inzwischen hat er das Projekt komplett neu für den FSX programmiert. Die Grob SPn kommt jetzt nur noch mit virtuellem Cockpit daher, die alten 2D-Panels sind endgültig Vergangenheit.
Die Installation erfolgt einfach über einen Installer, der das Flugzeug (2 Modelle, 3 Bemalungen) an die richtige Stelle im FSX kopiert. Eine reich bebilderte, 10-seitige Dokumentation (deutsch und englisch) ist ebenfalls mit dabei und MUSS vor dem ersten Start durchgearbeitet werden. Nachdem man die Maschine ausgewählt hat, steht sie "cold and dark" auf dem Apron und will manuell zum Leben erweckt werden - Strg+E funktioniert nicht.
Anschließend steht einem tollen Flugvergnügen nichts im Wege. Besonders das Honeywell-Glascockpit vermag zu begeistern, wenn man es einmal verstanden hat, damit umzugehen. Doch auch da hat sich Andreas ein paar Tricks einfallen lassen, die die Arbeit erleichtern.
Einziger kleiner Negativpunkt ist die ein wenig einfach gehaltene 3D-Gestaltung und Texturierung von VC und Kabine, aber dies schont dafür um so mehr die Framerate.
Fazit:Ein schönes Außenmodell mit vielen hübschen Animationen, komplexe Avionics und hervorragende Flugeigenschaften machen dieses Geschäftsreiseflugzeug zu einer Freeware-Perle.
Howard 500
Die Howard 500 war einer der Verlierer in den frühen 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der Entwurf der Transportmaschine basierte auf Flugzeugdesigns, die die Howard Inc. von der Firma Lockheed übernommen hatte.
Der Erstflug der Howard 500 erfolgte 1959, die Serienreife erlangte sie 1963. Doch schon da zeigte sich, dass die Howard 500 gegen die aufkommenden Turbo-Props der Konkurrenz kaum eine Chance hatte, obwohl ihre Leistungen damals besser und der Preis sowie der Unterhalt günstiger waren. So wurden nur 17 Maschinen dieses Typs gebaut, von denen heute noch gerade eine flugfähig ist.
Niemand Geringes als Milton Shupe stellte 2004 dann seine Howard 500 der Flusi-Gemeinde als Freeware zur Verfügung. Über 2000 Stunden Arbeit steckten in dem eigenwilligen Flugzeug, das sehr rasch seine Liebhaber fand.
Mit Erlaubnis des Autors konnte M. Allen Richards von FS Northwest die originalen Dateien neu für den FSX kompilieren. Somit war dieser FS9-Klassiker plötzlich voll FSX- und DX10-kompatibel, was auch für die Bemalungen der alten FS9-Flieger gilt.
Man darf natürlich keine Wunder erwarten: die Howard 500 ist im FSX genau das, was sie auch schon im FS9 war. Sie ist ein außergewöhnliches Design, in deren VC es aber so zugeht, wie wir es schon vor Jahren aus dem FS9 kannten. Cockpitschatten (DX10) gibt es zwar nicht, aber Schatten auf sich selbst sind ebenso wie Bloom vorhanden.
Fazit:Während man im FSX derzeit mit 4096 Pixel aufgelösten Texturen hantiert, kommt die Howard altmodisch und framerate-sparend mit 512er Treppchen daher. Und doch bringt sie als echtes FSX-Modell ein wenig von der Nostalgie zurück, mit der manch Umsteiger dem FS9 immer noch nachtrauert.
Howard 500 (18 MB)
Beechcraft 300 King Air
Die Flugzeugwerke von Walter Beech in Wichita, Kansas, gehörten ab den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zu den Produzenten mit der meisten Erfahrung im Bau zweimotoriger Turboprop-Maschinen.
Aufbauend auf den Erfahrungen mit der Twin-Bonanza, die ebenso wie Duke, die Baron und die Duchess noch mit Kolbenmotoren angetrieben wurden, begann man mit dem Modellen 90/100 King Air mit dem Einbau von Propellerturbinen. Konstruktiv baut die King-Air-Serie auf die von 1958 (Erstflug) bis 1977 gebaute Queen-Air-Serie (Beech 65) auf. Sehr erfolgreich waren die B-200 und die größere B-350. Die B-300 baut auf demselben Rumpf wie die B-200 auf, hat aber die stärkeren Triebwerke der B-350.
Von der Allied FS Group AFG kommt im Sommer 2007 nun eine wunderschöne Umsetzung der B-300 auf den Freewaremarkt. Zunächst überzeugt das Außenmodell auf der ganzen Linie: flüssige Animationen, stimmige Proportionen sowie schöne Gimmiks wie Luftleitbleche, Lufteinlässe oder die Auspuffanlagen sind überzeugend umgesetzt. Die Bemalungen, zwei werden mitgeliefert, eine Dritte kommt mit dem ersten Service-Update, sind etwas "angestaubt" und zeugen von der fleißigen Nutzung des Flugzeugs - wirklich schön! Jedes Flugzeug wird übrigens mit 2 Modellen auf der Festplatte eingerichtet: mit oder ohne virtuelle Kabine. Ein Patch macht die King Air FSX-tauglich, allerdings natürlich nur im DX9-Modus.
Das Flightdeck ist "typisch Beech". Wer schon einmal eine zweimotorige Beechcraft im Sim geflogen hat, wird sich sofort zurechtfinden. Natürlich fehlt auch eine umfangreiche Dokumentation nicht.
Fazit:Viel Licht, wenig Schatten. Die Maschine fliegt sich sehr schön und hält sich in Sachen Leistungshunger erfreulich zurück. Inzwischen gibt es ein Paintkit, so dass wir noch viele Bemalungen dieser schnittigen Schönheit zur Verfügung haben werden. Eine echte Freewareperle!
Morane-Saulnier MS 760
Der französische Flugzeugbauer Morane-Saulnier beteiligte sich nach dem 2. Weltkrieg an einer Ausschreibung für einen Jet-Trainer und entwickelte hierfür die MS-755, die aber der Fouga-Magister unterlegen war.
Doch Konstrukteur René Gauthier ließ sich nicht beirren und entwickelte die 755 zu einem 4-sitzigen, strahlgetrieben Verbindungsflugzeug weiter, der MS-760 "Paris". Von 1959 bis 1997 war die "Paris" bei der französischen Luftwaffe im Einsatz. Argentinien musterte sie 2007 aus. Insgesamt 27 Flugzeuge sind heute (2010) noch - meist privat betrieben - im Einsatz. Die Paris kann durchaus als einer der ersten "Executive -Jets" bezeichnet werden, deren weitere Verbreitung sich vor allem auf den "Lear Jet" stützte.
Die "Paris" von Tim Piglet Conrad ist eine sehr hübsche, wenn auch mit kleinen Mängeln behaftete Umsetzung dieses fast schon Oldtimers in den FSX. Zwar ist das Modell mit dem FSX-SP2 SDK kompiliert worden, trotzdem zeigen sich in der DX10 Einstellung Textur-Fehler, die vor allem die Beleuchtung betreffen. Wichtige FSX-Features wie "Schatten auf sich selbst" werden aber bestens unterstützt. Die DX9-Einstellung macht hingegen keinerlei Probleme.
Im Handling gestaltet sich die MS-760 einfach: das Fliegen mit ihr macht viel Freude und das zwar etwas "altbackene", dennoch flüssig anzeigende Panel erschließt sich dem virtuellen Piloten auf Anhieb. Dies ist auch notwendig, denn auf eine Dokumentation wird vollständig verzichtet.
Fazit:Dieser Ur-Business-Jet kann sich sehen lassen! Hübsche Animationen bei Beschränkung auf das Wesentliche machen die "Paris" zu einem Flieger, der gerade den GA-Piloten viel Spaß machen wird, die gerne mal etwas schneller unterwegs sind, ohne gleich in unübersichtlicher Systemtiefe zu versinken.
