Freeware-Hangar 1b 
1 Motor mehr als 2 Sitze


 Piper PA 28R Arrow III | Sacota TB 20 | Piper PA-22   
Dornier Do-27
| Spartan | Wilga | Yakovlev 18T | Zlin Z-43   
Cessna 172 SP
| Cessna 206 | Piper PA 28 Cherokee | Cirrus SR-20  
Maule | Beechcraft B-33 | Robin DR 400 | Robin 221 


Piper PA 28R Arrow III

Eines der meistgebauten Flugzeuge für die Allgemeine Luftfahrt (General Aviation, GA) ist die Piper PA28 Cherokee. Das Grundmodell dieses einmotorigen, viersitzigen Tiefdeckers kam 1980 gleich in verschiedenen Varianten und Motoren auf den Markt. Die Arrow III hat dabei einen Textron Lycoming O 360 C1C6 Motor mit 200 PS und ist mit einem Einziehfahrwerk ausgestattet. Bei einer Reisegeschwindigkeit von etwa 250 km/h hat sie eine Reichweite von knapp 1500 km und eine Gipfelhöhe von 5000 m. Die Arrow III wird bis heute bei Piper Aircraft gebaut. 

Von Hauke Keitel, des bisher eigentlich eher als Designer hochwertiger Oldtimer für den FS9 bekannt geworden ist, stammt nun diese wunderschöne Umsetzung der Arrow III für den neuen Flightsimulator X. Das Außenmodell verzichtet zwar auf Bumpmapping (DDS-Texturen, die dreidimensional wirken) und ist mit einigen Modifikationen damit auch im FS9 einzusetzen, trotzdem ist es sehr detailreich modelliert und wirkt von den Proportionen sehr gelungen. Natürlich sind Klappen und Einziehfahrwerk ebenso wie die Tür animiert. Nach Setzen der Parkbremse und Ausschalten des Motors liegen Blöcke vor den Rädern und ein Flatterband ziert das Staurohr an der linken Tragfläche. Durch einen Schalter im hervorragend umgesetzten VC lässt sich die Motorhaube entfernen. Das Grundmodell kommt in drei Bemalungen sowie einem Paintset daher, so dass wir auch in Zukunft mit neuen Liveries rechnen können.

Die Kabine ist wirklich sehenswert: Das Lüftungsfenster links, die Sonnenblende, Türgriff - alles ist sehr schön animiert und voll funktionsfähig, so dass ein (sehr schlechtes) 2D-Panel oder Klickspots überflüssig werden. Wer will, kann in der Türtasche links die Checklisten anklicken oder auch die Karte einblenden, ein kleiner Navigationsrechner liegt auf dem Nebensitz zur Benutzung bereit. Das Ganze wird durch zwei informative Handbücher (eines Deutsch, das andere Englisch) ergänzt - eine Seltenheit auf dem Freeware-Sektor!

Einziges kleines Manko sind die Flugeigenschaften der Arrow III, die sehr empfindlich auf das Höhenruder reagiert und damit sehr sorgfältig getrimmt sein will. Einen eigenen Flug am Knüppel einer Cherokee habe ich wesentlich gutmütiger in Erinnerung. Trotzdem lassen sich die in den mitgelieferten Leistungsdiagrammen ausgewiesenen Grenzgeschwindigkeiten sehr gut nachvollziehen - toll!

Bleibt als Fazit nur die unbedingte Download-Empfehlung! Der kleine Flieger knabbert kaum an der chronisch knappen Leistung des FSX und hat von Hause aus vieles, auf dass wir selbst bei Payware oft verzichten müssen. Ganz großer Dank an Hauke, der mit der PA 28 mal wieder gezeigt hat, dass auch die Freeware-Szene immer wieder für positive Überraschungen gut ist!

Download (FlightSim.com):

nach Datei pa28r201.zip (14,7 MB) suchen, Autor: Hauke Keitel
Handbuch deutsch (2,8 MB)
alternativer Download bei Simviation.com


Sacota TB 20/21 Trinidad

Der französische Flugzeugbauer Socata kann auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken. 1911 als Morane-Saulnier gegründet, fertigte man zunächst hauptsächlich für das Militär. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Firma durch die überaus erfolgreiche Morane-Saulnier M.S.880 "Rallye" bekannt, die noch heute auf vielen Flugplätzen z.B. als Schleppmaschine für Segelflugzeuge eingesetzt wird. Nach der Verstaatlichung der französischen Luftfahrtindustrie 1965 firmierte man unter dem Namen Socata. Heute ist die Firma eine 100%ige Tochter von EADS. 

Die beiden Modelle TB 20 und TB 21 (letztere mit einem Turbolader ausgerüstet) gehören zu den leistungsfähigsten Kleinflugzeugen mit Kolbenmotor-Antrieb. Ausgerüstet mit einem 250 PS Textron Lycoming 6-Zylindermotor erreicht die TB 21 in 25.000 ft eine Reisegeschwindigkeit von 190 kt (75 % Power), TB 20 sollte in 6.500 ft 163 kt erreichen. Die Reichweite liegt bei ca. 2000 km. Weitere Infos über die Maschinen gibt es bei der Socata Deutschland GmbH

Premier Aircraft Design hat die Socata schon seit langem im Angebot, seit November 2006 gibt es die Trinidad nun auch in einer Version für den FSX. Insgesamt vier Bemalungen können geladen werden. Das Außenmodell ist recht gut gelungen, wenn auch z.B. Fahrwerk und Klappen insgesamt recht einfach modelliert sind. Dafür bricht die Framerate auch nicht ein. Das Cockpit ist an sich schon sehr gewöhnungsbedürftig. Leider kommt es durch die vielen Anzeigen mitunter zu Verzögerungen, so dass die Nadeln "springen". Ebenfalls schade, dass im VC nicht alles zu bedienen ist. So sind die Hebel für Gas, Gemisch und Propellerverstellung nur über das 2D-Panel oder aber die Tastatur zu bedienen.

Die Flugeigenschaften sind hingegen ganz hervorragend, es macht sehr viel Spaß, mit der Socata unterwegs zu sein. Das Panel ist voll IFR-tauglich, Für die etwas exotischeren Instrumente sind jeweils Dokumentationen vorhanden. Insgesamt sind je Flugmodell etwas über 10 MB herunterzuladen, was aber meist recht zügig vonstatten geht. Insgesamt zwar kein Highlight, aber doch ein nettes GA-Flugzeug, das nicht zu kompliziert ist und im FSX viel Spaß macht. 

Download (Premaircraft):

Sacota TB 20/21 Trinidad


Piper PA-22 "Tri-Pacer"

Dass Lynn und Bill Lyons hervorragende Software-Designer sind, wenn es um die Erstellung knuffiger Kleinflugzeuge aus den 50er-Jahren geht oder auch um die Erstellung kompletter Szenerien aus dieser Zeit, das haben sie weiß Gott bewiesen. Mit ihrem Projekt "Golden Wings" haben sie es geschafft, den kompletten Flugsimulator in eine frühere Zeit zu versetzen - was einige voreilige User gar nicht lustig fanden. Seit gut einem Jahr sind die tollen Flugzeuge der beiden nun auch zum großen Teil als Freeware erhältlich, darunter auch die Piper "Tri Pacer".

Wer dieses Flugzeug je mit vier Leuten "Besetzung" geflogen hat, der weiß moderne Flugzeugbauer zu schätzen. Die Tri Pacer ist ein herrliches Kleinflugzeug, dass in verschiedenen Bemalungen sowie drei Modellen (3-Punkt-Fahrwerk, Amphibien sowie Skier) auf die Platte kommt. Dabei ist ein Selbstinstaller behilflich, so dass man sich nicht extra um die einzelnen Verzeichnisse kümmern muss. Auf ein 2D-Panel wurde verzichtet, das VC ist dafür um so schöner: die Pfeife qualmt, die (wenigen) Instrumente zeigen flüssig an, obwohl Spiegeleffekte simuliert werden, Zusatzanzeigen (z.B. die Karte) können über ein kleines Brettchen links am Pilotensitz angeklickt werden, und auch der Sound macht Laune.

Es ist also mal wieder ein sehr empfehlenswerter Download, der mit gut 12 MB auch nicht ganz so arg zu Buche schlägt. Die Tri Pacer macht Spaß, allerdings sollte man sich vorher das übersichtliche Handbuch durchgelesen haben, um keine Überraschungen zu erleben. 

Download (AVSIM):

Piper PA-22 "Tri-Pacer" (ca. 12 MB)


Dornier Do-27

Der zweite Weltkrieg ist endlich vorbei, Deutschland liegt in Trümmern und das menschenverachtende "3. Reich" ist ausgemerzt - Zeit für die "hellen" Köpfe Deutschlands, sich zu erheben. Einer derer ist Claudius Dornier, der sein Büro zunächst im spanischen Madrid eröffnet, wo er den viersitzigen Hochdecker Do-25 entwickelt, dem im April 1955 die weiterentwickelte Do-27 folgen sollte. Der Hochdecker mit einem 6-Zylinder Lycoming Boxermotor mit 201 kW Startleistung entwickelte sich zum Renner und wurde vor allem von der neuen deutschen Bundesluftwaffe als Trainer und Aufklärer geordert. Bis zum heutigen Tage versieht dieses robuste STOL-Mehrzweckflugzeug überall auf der Welt zuverlässig seinen Dienst. 

Während für den Flugsimulator schon seit langem "hinter den Kulissen" von einer Payware-Umsetzung dieses robusten Fliegers die Rede ist, kommt diese Freeware-Umsetzung der 27 im Sommer 2006 ziemlich überraschend. Hannes v.d. Heide hat das Außenmodell mit seinen charakteristischen Kurven sehr schön umgesetzt und auch ein hübsches VC geliefert, das das Fliegen noch vergnüglicher macht. Anfängliche Probleme mit der Flugdynamik sowie verschiedene Gauge-Fehler konnten mit einem kleinen Patch behoben werden.

 

Kritisch können an dieser Stelle lediglich die etwas apathische Besatzung erwähnt werden, die im Gegensatz zum animierten Mechaniker "scheintot" am Steuer bzw. auf den Sitzen hängt, sowie die zumindest in der Erstversion lausigen Flugeigenschaften. Zumindest letztere scheinen mit dem Update behoben zu sein. Bemalungen sucht man derzeit noch vergebens, doch die berühmte D-ENTE vom Fernseh-Professor Grzimeck ist beim Basic-Download mit dabei.  

Lange mussten die Fans auf eine Do-27 warten, endlich gibt es sie. Etwa 27 MB bringt der Download, nach der Installation hat man zwei zivile und zwei militärische Versionen der Do-27 auf der Platte. Das kleine Update von 259 kB sollte man auf jeden Fall ziehen, denn sonst macht es wenig Spaß diesen Flieger zu bewegen. Es bleibt abzuwarten, ob die kommerzielle Version der Do-27, angekündigt seit langer Zeit von "Digital Aviation", die Freeware-Do übertreffen kann. Wahre Fans werden darauf sicher nicht warten... 

Download (AVSIM):

Dornier Do-27 (ca. 27 MB)
Update (256 kB)


Spartan 7w Executive

Neues von Milton Shupe und seinem Team: mit der Spartan Executive ist wieder einmal eine kleine GA-Softwareperle veröffentlicht worden. Der Download ist etwa 16 MB groß und enthält das Flugmodell mit und ohne Virtuelles Cockpit, sehr schöne Sounds sowie eine "spartanische" Dokumentation. Zwar wird hierfür extra ein Unterordner angelegt, doch die Infos beziehen sich lediglich auf die wichtigsten Daten und liegen zum Großteil als einfache txt-Dokumente vor.

Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt. Das Außenmodell, für das es schon einige Repaints gibt, ist sehr schön gestaltet. Steuerflächen, Klappen, Einziehfahrwerk und Räder sind ansprechend animiert, auch der Pilot sieht in einer Kurve in Flugrichtung, dreht also seinen Kopf entsprechend mit.

Richtig gut wird es, wenn man sich in die virtuelle Kabine begibt. Das VC ist natürlich voll bedienbar und macht damit eigentlich das 2D-Panel überflüssig. Für Besitzer nicht so leistungsstarker Systeme wird es aber trotzdem mitgeliefert. Sämtliche Instrumente sind sehr gut ablesbar und reagieren prompt, Standard-Gauges aus dem FS2004 sucht man zum Glück vergeblich. Selbst an einen Autopiloten haben die Entwickler gedacht, was natürlich auf längeren Strecken sehr angenehm ist. In der Kabine steht ein Laptop, auf dem man, mit einem Glas Rotwein und wahlweise einer "Lucky Strike" Flugsimulator 1937 spielen kann.

Ein wirklich tolles Add-on, die Spartan. Freunde klassischer Einmots werden diese knuffige Maschine nicht missen wollen. Für diejenigen, die sich etwas tiefer in die Materie einlesen möchten, liefert das Entwicklerteam gleich ein paar Internetadressen zum Nachschauen mit.

Download (AVSIM):

Spartan Base Pack (ca. 16 MB)
Projektseite der Spartan von Milton Shupe 


PZL-104 "Wilga"

Die "Wilga" ist ein typischer Lastenesel, nicht hübsch, aber effektiv. In den 70er Jahren wurde die "Wilga" (=Drossel) in Polen von der PZL (Polish Aviation Enterprise) als Verbindungs-, Schul- und Schleppflugzeug entwickelt. Das hochbeinige, viersitzige Flugzeug ist 900 kg leicht, das maximale Startgewicht liegt bei 1.300 kg. Der Iwtschenko-Sternmotor leistet 260 PS, die den Flieger bis auf 210 km/h beschleunigen. Die Dienstgipfelhöhe liegt bei ca. 4500 m. Dabei hat die Wilga wegen ihres Spalt-Vorflügels und sehr effektiver Klappen ausgesprochene Kurzstart- und -Landeeigenschaften.

Sehr außergewöhnlich ist die Startprozedur des Motors: da in den kalten Gebieten des Ostens eine Batterie im Winter eher zu den ungeladenen Gegenständen an Bord gehört, wurde ein Druckluftstarter eingebaut. Nachdem der Motor mit einigen Hüben aus der Benzinpumpe "feucht" ist, kann der Motor mit Druckluft durchgedreht und gestartet werden, aber auch ein Anwerfen von Hand ist ohne weiteres möglich. 

Für den Flusi haben Joe Binka und Bruce Thorson diesen Vogel sehr schön umgesetzt, nicht ohne dabei der Phantasie - was die Crew angeht, freien Lauf zu lassen. Warum die Mädels derart "aufgeknöpft" in der Maschine sitzen, bleibt da Geheimnis der Autoren.

Es handelt sich trotzdem um ein wirklich sehens- und fliegenswertes Modell, dem ein 2D-Panel fehlt. Doch das Virtuelle Cockpit VC ist so gut umgesetzt, dass man es nicht vermisst. Gewöhnungsbedürftig sind allenfalls die "metrischen" Anzeigen der Instrumente, also Höhe in Metern und Geschwindigkeit in km/h. Ebenfalls recht heftig ist die Rauchentwicklung, wenn man den Schubhebel nach vorne schiebt.

Insgesamt sehr "strange" ist auch die weitere Bedienung dieser Maschine, sie ist aber in der mitgelieferten Dokumentation sehr gut erklärt. Als osteuropäisches Flugzeug will sich die "Wilga" nicht den westlichen Normen anpassen sondern geht eigene Wege. Doch dies ist eines der Dinge, die den Spaß mit diesem kleinen Buschflieger nur erhöhen. Es gibt insgesamt vier Versionen: als "normale" Landmaschine mit STOL-Eigenschaften, dann mit Tundra-Rädern für schlechte Pisten sowie als Amphibienflugzeug und als Modell mit "einfachen" Schwimmern.

Repaints gibt es bisher wenig (aber die Suche bei Avsim lohnt), doch es heißt, dass die Erstellung neuer Bemalungen recht einfach vonstatten geht. Bei den Bushpilots gibt es jedenfalls schon eine Umlackierung, die sehr gelungen ist. Für Flusi.ifo ist die "Wilga" ein klarer Download-Tipp. 

Download (AVSIM):

Wicked Wilga (ca. 9 MB)
Soundset (ca. 14 MB)
fehlende Gauges (ca. 5 MB)   


Yakovlev Yak-18T

Obwohl dieser russische Flieger ein eher altmodisches Outfit trägt, handelt es sich doch um ein relativ junges Flugmuster: im Jahr 1967 hatte die Yak-18T ihren Erstflug, wobei die Entwicklung der Yak-18 aber bis zum 2. Weltkrieg zurückreicht. Die in Smolensk gebaute Maschine hatte gleich sehr viele Aufgaben in der UdSSR, meist wurde und wird sie aber Schulflugzeug eingesetzt. Doch auch die Kunstflugeigenschaften können sich sehen lassen, denn immerhin ist der Flieger bis +6g und -3g zugelassen. Insgesamt wurden bis 1988 (Produktionsende) mehr als 500 der Version 18T gebaut, insgesamt sollen mehr als 8000 Yak-18 vom Band gelaufen sein. So wurde sie  das erste verbreitete Privatflugzeug in Russland nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs".


Für den Flugsimulator hat sich ein rühriges Team um Alexey Yuzefov der Arbeit angenommen und eine sehr schöne Umsetzung geschaffen. Der Download kommt in vier verschiedenen Bemalungen daher, die allesamt sehr gelungen sind. Auch ein Repaint-Kit ist zu haben. 

Nach dem Aufrufen des kleinen Fliegers kommt der (West-)Pilot jedoch zunächst ins Schwitzen: alle Beschriftungen sind natürlich in kyrillischen Schriftzeichen. Zum Glück liefert der Flusi die entsprechenden "Übersetzungen", wenn man mit dem Mauszeiger über die Schalter und Instrumente "fährt". Obwohl der Motor beim Aufruf der Maschine schon läuft, müssen zunächst die elektrischen Systeme und vor allem die Pneumatik eingeschaltet werden, vorher passiert nichts.

Das russische Kleinflugzeug bringt alles mit, was der Simmer zum Fliegen braucht: eine recht realistische Umsetzung des Modells mit schönen Animationen, ein voll bedienbares Virtuelles Cockpit, angenehme Flugeigenschaften und ein schöner, wenn auch etwas "dünner" Sound. Das Handbuch kommt (auch) in Englisch als PDF Datei daher und liefert auch Performance-Tabellen mit. Einziger Kritikpunkt ist das in meinen Augen viel zu saubere, unbenutzt und fabrikneu wirkende Panel - hier hätte man gerne ein paar Lacksplitter, Schmutzreste und andere Gebrauchspuren gesehen.

Trotzdem: ein schöner DL von knapp 36 MB, der nach der Installation über 200 MB belegen wird, und der für die Fans robuster Einmots ein echtes "must have" ist. 

Download (AVSIM):

Yak-18T (ca. 36 MB) 
Handbuch (PDF 450 kB)
Addpack 2.2 (
August 2006, 2 MB)


Moravan Zlin Z-43

Auch, wenn man diesseits des "Eisernen Vorhangs" in den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts nicht viel vom Flugzeugbau in den Ostblock-Staaten wusste, so war doch der Name "Zlin" nicht unbekannt. Schon seit 1936 werden in der Tschechoslowakei (heute Tschechische Republik) von der Firma Moravan Reise-, Ausbildungs-, Agrar- und Kunstflugzeuge gebaut. Da es sich um sehr robuste und wartungsfreundliche Flugzeuge handelt, findet man die Z-43, die viersitzige Variante der etwas kleineren Z-42, auch heute noch in vielen (nicht nur) osteuropäischen Ländern im Einsatz. Entwickelt wurde die Z-42 in den frühen siebziger Jahren als leichtes Ausbildungs- und Kurierflugzeug. Es löste die Jak-18U, einen Tandemtrainer ab. Die vergrößerte Z-43 hatte einen 154-kW-Einspritzmotor M-337A mit Verstellpropeller. Auch die ehemalige DDR Volksarmee hatte einige Muster dieser Maschine im Einsatz.

Aus der Tschechei kommt nun ein sehr gelungenes Freeware-Modell auf den Simmer zu, dass liebevoll an die alten Zeiten anknüpft. Das Pannon Wings Design Team PWDT hat sich dieses knuffigen Fliegers angenommen und ein tolles Paket geschnürt: verschiedene Bemalungs-, Modell- und Panel-Varianten lassen die 15 MB Download zu einem sehr abwechslungsreichen Flugzeugmuster im virtuellen Hangar werden. Die Grundvarianten mit ihren verschiedenen Bemalungen besitzen sämtlich ein voll bedienbares, virtuelles Cockpit. Auch ein eigener Sound wird mitgeliefert, lediglich das "Minihandbuch" in Englisch ist etwas sehr kurz geraten.

Nach der einfachen Installation mittels einer EXE-Datei, der man lediglich den Pfad zum Flusi weisen muss, findet sich ein 62 MB großer Ordner im Aircraft-Verzeichnis. Die Instrumente werden wenig elegant in das Gauges-Verzeichnis kopiert, wobei dies aber nur 2 Dateien sind, in denen alle Cockpitfunktionen zusammengefasst sind. 
Die Flugeigenschaften der kleinen Maschine sind sehr angenehm und gutmütig, lediglich ein leichter Linksdrall, der bei der Maule durch Gewichtsverlagerung behoben werden konnte, macht sich mit der Zeit bemerkbar. Dies liegt daran, dass zuerst der rechte Flächentank leergepumpt wird, was natürlich zu einem Ungleichgewicht führt. Nach Umschalten auf den linken Tank und einem Gewichtsausgleich fliegt das Flugzeug auch wieder geradeaus. Ebenfalls scheint der künstliche Horizont etwas verrückt zu spielen, denn er steht falsch herum. Dies ist aber nach Rückfrage bei den Entwicklern auch "in echt" so. Der künstliche Horizont muss übrigens extra eingeschaltet werden! Nicht so gelungen sind die teilweise sehr verschwommenen Texturen vor allem im virtuellen Cockpit, was den Flugspaß wieder etwas trübt. Übrigens sind die Schalthebel für Propellerverstellung und Gemisch ebenso mit ganz anderer Logik eingebaut wie die Knöpfe für die Beleuchtung. Wer hier den "amerikanischen Standard" erwartet, wird sich nicht so schnell zurechtfinden.

Trotz dieser kleinen Mängel hat das Design-Team aus der Tschechischen Republik eine sehr schöne Arbeit abgeliefert, die den Anfänger ebenso begeistern wird wie den schon erfahrenen Flug-Simmer. Da auch ein Paint-Kit mit im "Lieferumfang" enthalten ist, werden sicher schon sehr bald gute Repaints bei den üblichen Quellen bereitstehen. Die Z-43 ist sicher kein "must-have", aber sie bietet aufgrund der osteuropäischen Bedien-Philosophie durchaus Anreize, sich mal etwas näher mit ihr zu beschäftigen.   

Download (AVSIM):

Zlin Z-43 (ca. 15 MB) 


Cessna 172 SP

Die gute alte "172er" ist sicherlich eines der bekanntesten GA-Flugzeuge überhaupt. Es wird seit den 60er Jahren als leichtes Reise- und Schulungsflugzeug eingesetzt. Kaum ein Flugplatz auf der Welt, wo man den Hochdecker mit dem gutmütigen Flugverhalten nicht antreffen würde. Auch im Flugsimulator von MS durfte die 172 nicht fehlen, allerdings sind das Flugverhalten und die Texturen so grottenschlecht, dass viele das Flugzeug kaum benutzen. Hier hat Real Air Simulation angesetzt und aus dem Standard-Modell des FS2004 ein wahres Meisterstück an Flugverhalten gemacht. Slippen zur Steigerung der Sinkrate bei steilen Anflügen ist ebenso möglich wie Trudeln, das gab es bisher noch nicht. Dazu habe ich die herrliche "Avalon"-Texture von Yannis Gakis (Fs-Icarus Crew) gepackt, das Ganze ergibt ein Rundum-Glücklich-Paket, das es in dieser Form nur hier im Hangar gibt!

Download:

Cessna 172 SP (9,2 MB UPDATE)
Die Standard C172 muss installiert sein.


Cessna 206 Stationair

Die Cessna 206 ist eine robustes, 6-sitziges Reiseflugzeug mit festem 3-Punkt-Fahrwerk und einem 300-PS Verbrennungsmotor. Die Maschine ist ein echtes Arbeitstier, sie verträgt eine hohe Zuladung und kommt auch mit unbefestigten, kurzen Landepisten sehr gut zurecht. Die Umsetzung für den FS2004 ist sehr gut gelungen, ein hübsches Außenmodell mit vielen Animationen sowie gutmütige Flugeigenschaften zeichnen die Stationair aus. Einziges Manko ist das doch recht einfache Panel mit vielen Standardinstrumenten, allerdings wird man sich dadurch auch im VC, das voll bedienbar ist, sehr schnell heimisch fühlen. 

Download (FranceSim):

C-206 Basismodell (8,1 MB)


Piper PA28 Cherokee

Erstaunlicherweise gibt es für den Flugsimulator zwar sehr viele Maschinen der Firma Cessna, auch Beechcraft ist mit vielen Modellen im Sim vertreten. Nur die dritte große Firma für Kleinflugzeuge, Piper, fristet ein einsames Dasein. Dabei gibt es bestimmt fast genau so viele Flugschüler, die in den charakteristischen Tiefdeckern ihre Ausbildung absolvierten, wie in der legendären Cessna 152.

Während viele der Umsetzungen von Piper-Flugzeugen für den FS2004 eher von schlechter Qualität waren, kommt hier nun aus Dänemark endlich ein Lichtblick: die Cherokee 140 von Ole Egholm. Er hat bei der Konstruktion des Flugzeugs auf GMAX gesetzt, dabei ist ihm ein wunderschönes Modell gelungen. Die Instrumentierung ist die einer Schulmaschine, IFR-Equipment fehlt komplett, ebenso Strobes.

Auch auf ein 2D-Panel hat Ole verzichtet, kommt doch die knuffige Einmot mit einem voll bedienbaren VC daher, was ohne große Leistungseinbußen zu nutzen ist. Sehr schön die leicht angestaubten Bendix-Avionics, die jeden Flug fast zum Abenteuer werden lassen. Sehr nett: was aussieht, wie die Kurbel für das Schiebedach, ist die bedienbare Trimmung um die Querachse :-).

Ein sehr schönes Außenmodell kann leider nicht darüber hinweg täuschen, dass es bisher keine weiteren Bemalungen für den Viersitzer gibt - aber das wird sich sicherlich noch ändern. Um den Download (ca. 10 MB) und die Installation zu vereinfachen, habe ich die Dateien etwas "umsortiert" und auf Flusi.info abgelegt. Einfach die beiden Verzeichnisse Aircraft und Gauges in das Hauptverzeichnis des FS2004 kopieren - fertig! Viel Spaß...

Download (Flusi Info):

Piper Cherokee 140 (10,3 MB)


Cirrus SR20

Neben der Firma Diamond hat sich auch Cirrus Aircraft als amerikanischer Flugzeugbauer  Kunststoff als Baumaterial für seine Flugzeuge entdeckt und damit auf dem Sektor einmotoriger Reiseflugzeuge großen Erfolg. Seit 1999 wird die SR20 gebaut, auch die etwas größere und stärkere SR22 ist im Programm. Bisher wurden ca. 350 Einheiten ausgeliefert. Neben der Bauweise sind die Maschinen auch für ihre Cockpits bekannt: es sind die ersten GA-Flugzeuge unter 2 t Startgewicht mit einem Glascockpit, wie man es sonst nur von großen Verkehrsflugzeugen kennt.

Das Werkfoto unten zeigt ein großes Primary Flight Display links und das ebenfalls sehr große Navigationsdisplay ND rechts, zusätzlich finden sich in der Mittelkonsole zwei GPS-Geräte, der Autopilot und ein Transponder. Analoge Instrumente finden sich lediglich als Backup auf der rechten Panelseite. Als weitere Besonderheit besitzt die SR20 ein einzigartiges Rettungssystem: im Notfall kann der Pilot eine Rakete zünden, die einen großen Fallschirm aus dem Rumpf zieht, an dem das Flugzeug dann sicher zu Boden gleiten kann.

Günter Krämer, der in der Freeware-Szene wahrlich kein Unbekannter ist, hatte bereits für den FS2002 eine Umsetzung der SR20 erarbeitet, seit Ende April ist nun auch die Version für den FS2004 released und in der ersten Woche über 8000 mal geladen worden. Leider handelt es sich nicht um die Glascockpitversion, weil Gauges-Entwickler Franz Haider aus persönlichen Gründen das Flightmax Entegra nicht weiter entwickeln wird.  Doch ist durch die Einbindung von Garnim-GPS sowie hochwertiger Avionics auch so ein sehens- und fliegenswertes Muster für den Flugsimulator entstanden. Einziges Manko neben dem schwachen Sound, der von der Standard-Mooney übernommen wird: die beiden GNS430 in der Mittelkonsole arbeiten im 2D-Panel, im VC und auch als Popup-Window leider völlig unabhängig voneinander, müssen also jedes mal wieder von Hand neu angepasst werden, wenn man nicht sowieso schon nur mit dem VC fliegt, was sehr gut möglich ist.

Durch die fehlenden Sounds ist der Download mit knapp 7 MB erfreulich klein. Installiert wird der Flieger mit einer selbstlaufenden Routine, die die entsprechenden Verzeichnisse anlegt bzw. die Dateien an die richtigen Stellen kopiert. Mit dabei sind Check- und Refernezlisten für das Kneeboard sowie ein Operating Handbook im PDF-Format. Unbedingt saugen! 

Download (AVSIM):

Handbuch (PDF) (983 kB)
Cirrus SR20
(6,9 MB)
Cirrus SR20 Checkliste (875 kB)


Maule M/MT-7-260

Eines der besten GA-Freeware Flugzeuge gibt es bei FS-Nordic: die Maule. Sie kommt in verschiedenen Bemalungen und Ausführungen daher, z.B. mit Tundra- oder 3-Rad-Fahrwerk, es gibt eine Schwimmerversion und selbst Landungen auf Skiern sind möglich. Mitgeliefert wird ein ausführliches und verständliches Handbuch als Word-Datei (Link siehe unten). Die Maule lässt sich sehr schön fliegen, hat allerdings einen kleinen Linksdrall, der sich auch durch penible Trimmung nicht ganz abstellen lässt. 60 MB ist der Download groß, dazu kommt das Update auf die Version 1.1 mit noch einmal 24 MB - trotzdem lohnt jedes einzelne Byte!

User-Manual ansehen (DOC-File - 5,45 MB)

Die Maule herunterladen bei FSNordic.net


Beechcraft B-33 Debonair

Ebenfalls nicht zu verachten ist die B-33 Debonair, die als Freeware mit acht verschiedenen Bemalungen, darunter auch zwei mit dem legendären V-Leitwerk, daherkommt. Das Flugzeug lässt sich hervorragned fliegen, allerdings sollte man bei der Landung auf kurzen Plätzen ganz präzise auf die Anfluggeschwindigkeit achten. Sehr schön der 60er-Jahre Autopilot, der immerhin schon ganz bequem die Höhe halten kann, wenn man ordentlich getrimmt hat. Etwas schwach ist der Sound, der von der MS-Beech Baron übernommen wird, aber da gibt es im Freewarebereich eine Menge Alternativen. Auch dieser Flieger macht sich bestens im Hangar passionierter VFR-Piloten. 

Download (AVSIM):

Debonair Basismodell (47 MB)
Update für FS2004 (24 KB)
Lufthansa Repaint (2,9 MB


Robin DR400

Eine Unmenge an Flugschülern kennt die Robin mit ihren charakteristischen Knickflügeln - und zwar sowohl Motor- wie auch fast noch besser Segelflieger, denn die DR400 wird auf vielen, kleinen Plätzen auch in Deutschland für den F-Schlepp eingesetzt. Dabei wird ein Segelflugzeug an einem Seil von dem Motorflugzeug auf die gewünschte Flughöhe geschleppt. Das FS2004-Modell glänzt durch einige Instrumente, die speziell für Europa programmiert wurden. So zeigt der Fahrtenmesser die Geschwindigkeit in km/h an. Das hübsche Außenmodell ist schön animiert und vor allem Framerate-schonend. Achtung: zum Basismodell gibt es bereits 2 Bugfixes!

Download über Flightsim.com (Login erforderlich):

Suche nach Datei fjldr400.zip (16,9 MB)
Suche nach dr400fix.zip (1,9 MB)
Suche nach dr400fx2.zip (11,9 MB)


Robin 221 "Dauphin"

Der Vorgänger der auch in Deutschland auf den Sportflugplätzen sehr populären "Remoqueur" war die Robin 221 "Dauphin", von der es inzwischen eine sehr schöne Umsetzung für den FS 2004 gibt (Autorengruppe um Guidée François-Denis und Franckart Yves). Die Installation gestaltet sich Dank einer ausführbaren exe-Datei sehr einfach, anschließend kann man unter "Robin" die neue Maschine laden. Zunächst fällt das sehr schön gestaltete 2-D Panel auf, dessen metrische(!) Anzeigen sehr gut lesbar sind. Leider sind nicht alle Bedienelemente wie Schalter für die Lichter oder auch Gemischverstellung direkt erreichbar. Dies macht aber das liebevoll eingerichtete VC komplett wieder wett - und mehr als das! Alle Knöpfe und Schalter sind hier bedienbar, es ist eine Freude, die "Dauphin aus dem Virtuellen Cockpit zu fliegen. Der Clou ist hier das kleine, voll bedienbare Hand-GPS auf dem Copilotensitz. Das Außenmodell ist guter Durchschnitt, aber auch hier erfreuen kleine Gimmicks wie ein rotes Remove-me Band am Staurohr, wenn der Motor abgestellt ist, oder die Inspektionsklappe für die Motoröl-Kontrolle oder der animierte Pilot, der bei heftigen Steuerbewegungen gehörig ins Taumeln kommt. Insgesamt ein gelungenes, sehr französisches Paket, das wirklich mit großer Freude am Detail programmiert wurde, ohne dabei die Rechnerleistung allzu sehr zu beanspruchen - Lohnenswerter Download!

Download:

Basispaket plus 2 Patches via
Simuvol


Piper PA 28R Arrow III | Sacota TB 20 | Piper PA-22   
Dornier Do-27
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