Windows10 startet nicht mehr nach BSoD

  • Tja, nun habe ich mal wieder ein (für mich) Riesenproblem.


    Nach mal wieder zunehmenden BSoDs (Bluescreen of Death) in den letzten Tagen ausschließlich nur im XPlane, deren Ursache ich nicht herausgefunden habe, ist es jetzt so, das Windows 10 nicht mehr startet. Nach dem Einschalten erfolgt ein mehrmaliger Wechsel zwischen (bei mir) MSI mit den kreisenden Punkten und schwarzem Screen.

    Danach erscheint ein blauer Screen "Wiederherstellung - Windows wurde anscheinend nicht richtig geladen" mit den Optionen "Erweiterte Reparaturoptionen anzeigen" und "PC neu starten". Letzteres führt natürlich wieder zum gleichen Problem, man dreht sich da im Kreis.

    Die Auswahl Erweiterte Reparaturoptionen führt zu einer weiteren Auswahl, wobei man eigentlich nur die Problembehandlung wählen kann. Die Auswahl Starthilfe konnte den PC nicht reparieren. Über die Starteinstellungen gelingt es mir wenigstens in den abgesicherten Modus zu kommen.

    In der Ereignisanzeige fallen zig Fehlermeldungen auf: "Fehler 1084 in DCOM, als der Dienst Search mit den Argumenten Nicht verfügbar gestartet wurde..., der gleiche Text mit dem Dienst ShellHWDetection oder TokenBroker. Mir sagt das nichts, im Netz gibts diese Meldungen und entsprechende PC Repair Programme, die man sich laden kann. Nur kann man diese nicht im abgesicherten Modus verwenden. Und normal läuft Windows nicht mehr bei mir. Win zurücksetzen geht nicht, keine Wiederherstellungspunkte vorhanden! Böser, leichtsinniger Fehler meinerseits.


    Ich hatte Win10 Anfang Dezember komplett neu aufgesetzt und verwende nur noch den XP11. Treiber für Drucker oder mein Saitek X52 habe ich nicht geladen, sondern lasse die von Windows erkennen. Funktionieren auch. Vor zwei Tagen hatte ich noch den allerneuesten Nvidia Treiber installiert. HW Fehler schließe ich eigentlich aus, als Win noch funktionierte und ich wieder den ersten BSoD hatte, habe ich den RAM prüfen lassen ohne Fehler, prime95 läuft stundenlang ohne Probleme, Graka und RAM sind korrekt gesteckt und gerastet, die Temperaturen im normalen Bereich. Keine Warndreiecke im Gerätemanager. Der einzige Gedanke sind noch meine SSDs, von denen habe ich 5 Stück über S-ATA angeschlossen, die letzte hatte quasi den Platz / Anschluss vom entfernten DVD Laufwerk erhalten - Netzteil be quiet! Straight Power 10 700W.


    Kann irgendjemand helfen oder hat einen Tipp für mich? Ansonsten bleibt wohl nur wieder mal die erneute Installation von Win10 mit den angebotenen Bordmitteln.

  • Weitere Möglichkeit:


    Gehe in den abgesicherten Modus.

    Füge in der Registry nach diesem Artikel den Punkt "Letzte als funktionieren bekannte Konfiguration starten" hinzu. Dann hast Du es im Menü bei den erweiterten Optionen. Ist leider nicht mehr als Standard in Win10 drin


    https://www.pc-magazin.de/ratg…onfiguration-3200537.html

  • Hallo Michael,


    der Tip von Rainer ist schon mal viel Wert. Falls das nicht fruchtet, würde ich mal Deine Festplatte auf fehlerhafte Sektoren prüfen.

    Die Auswahl Erweiterte Reparaturoptionen führt zu einer weiteren Auswahl, wobei man eigentlich nur die Problembehandlung wählen kann.

    Das ist schon mal gut, so dass du in die Eingabeaufforderung reinkommst.



    Fehlerhafte Sektoren kannst du mit dem Befehl: chkdsk C: /f /r aufsuchen, bzw. reparieren lassen. In dem Fall steht das "f" für "fix" und diese Fehler werden repariert oder das "r" für "recover" und die Informationen der defekten Sektoren werden wieder hergstellt.


    Ein Versuch ist es Wert...


    Gruß René :wink:

  • Danke, Rainer. Im Moment hilft mir dein Tipp leider nicht, geht nur bei funktionierendem Windows. Ich muss erst einmal sehen, dass ich das normal zum Starten / Laufen bekomme. Sieht aber nicht gut aus.


    @Rene: Danke, brachte aber auch nichts. Die Überprüfung lief durch, Win startet aber immer noch nicht. (nur abeges. Modus)

  • Das Fehlerbild deutet auf ein BCD Problem hin, d. h. einen Defekt im Bootmanager. Dafür gibt es diverse Hinweise im Netz zur Reparatur.


    Ralf

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  • Ich habe den PC jetzt zurücksetzen lassen...


    Allerdings klappt die Neuinstallation auch nicht, beim automatischen Neustart nach dem Rücksetzen kam wieder ein Bluescreen, das passierte zweimal. Danach wurden alle Änderungen vom System rückgängig gemacht. Jetzt bin ich wieder da, wo ich vorhin war.

    Es läuft nicht. Irgendetwas ist da völlig zerschossen. Werde ihn wahrscheinlich zu einem Fachbetrieb bringen müssen.



    Ralf : Ich habe mir das mal im Netz angesehen. Klingt für mich reichlich kompliziert. Bei mir hat das OS Laufwerk C: den Partitionsstil GPT und das sieht bei mir nach Eingabe von "list vol" ganz anders aus. Es gibt da zwar eine FAT32 Partition, aber keine Bezeichnung ESP, und unter Info steht da bei mir "versteckt" und nicht System. Traue mich da nicht so richtig ran....

    Allerdings mehr kaputtmachen kann man ja nun nicht mehr.

  • Da jetzt nichts mehr geht, würde ich eine saubere Neuinstallation von Win10 über ein erstelltes Installationsmedium vornehmen.

    Da wird ja wirklich alles gelöscht, auch alle persönlichen Daten, Einstellungen und Partitionen.

    Frage: Betrifft das alle Laufwerksbuchstaben? D.h. ich habe 5 SSDs eingebaut:

    C: System Win10

    und noch D:, E:, F: und G: mit dem Sim, Add-ons und persönliche Daten.

    Wird dann wirklich nur Laufwerk C: plattgemacht oder evtl. auch die oben erwähnten anderen Laufwerke? Oder sollten die Stecker am MB dann lieber abgezogen werden, damit auch nur C: gelöscht wird?

    Ehrlich gesagt, ich habe das auf diese Weise noch nie gemacht und frage deshalb.

  • Wenn du bei der Installation Deine jetzige C-Platte anwählst, formatiert Windows auch nur diese Platte wo du das BS installierst. Ich dächte, Windows fragt auch, was mit den Daten der anderen Platten passieren soll. Aber Vorsicht! In Deinem Fall würde ich vielleicht auf Nummer sicher gehen und wie du sagst, die anderen Festplatten abklemmen.


    Der Hintergrund ist der, dass bei der Neuinstallation der MBR (Master Boot Record) nicht unbedingt auf Deine C-Platte geschrieben wird, sondern auf einer anderen verfügbaren Platte. Sollte diese Platte mal den Geist aufgeben, startet Dein BS auch nicht mehr. Das zeitliche Laden der Treiber für die Platten spielt da auch eine Rolle, bzw. lege ich persönlich auch immer die BS Festplatte auf den ersten SATA Port, bei M2 ist das sicher ähnlich.


    Also es kann gut gehen, oder auch nicht...

  • ups Michael, lese gerade erst von Deinen Windowsfreuden.

    Tut mir leid.

    Aber was René in den Zeilen zuvor schrieb würde ich auch machen:

    Zur Installation nur C:\ anklemmen.

    Wenn Win dann installiert ist die übrigen Laufwerke wieder anklemmen und über Computerverwaltung\Datenträgerverwaltung die bisherigen LW-Buchstaben wieder vergeben.... ich hoffe Du hast diese Buchstaben noch.


    Was ich dann noch beitragen kann kommt für Dich zu spät:

    Auch ich hatte schon solche oder ähnliche Bootprobleme.

    Ständig wurde gefordert Reparaturprogramme zu starten da Win ein Problem festgestellt hat ... (oder so ähnlich formuliert).

    Mit der Resettaste versuchte das System einen Neustart usw.

    Ursache waren bei mir schlechte Kontakte der C:-Platte im Wechselrahmen.

    Ich habe C als SSD in einem Wechselrahmen und

    benutze zwei verschiedene C: 's, entweder für Flusi oder für Büro ...

    Drück Dir die Daumen

  • Guten Morgen Michael,


    Du hättest ausser der BCD-Reparatur, welche in der Tat sicheren Umgang erfordert, folgende Optionen:


    - Installation eines neuen Windows auf einer x-beliebigen Platte

    - Vom neuen Windows aus hast Du dann Zugriff auf Deine alte C-Platte, die zwar nicht startet, aber alles noch da ist. Nun könntest Du Dir persönliche Daten herunterziehen....und dann erst die Installation neu aufsetzen, oder aber folgendes tun:


    - Kauf Dir Acronis 2018 oder höher (Kostenpunkt: ebay zwischen 20 und 30 Euro)

    - Bau Dir ein Acronis Notfallmedium (USB-STick oder DVD), ist kinderleicht

    - Mach ein Backup Deiner neuen WIN-Installation

    - Mach ein Restore (booten und Notfallmedium anwählen) des Backups, wähle aber nur Deine (drei) kleinen Partitionen aus, wähle nicht die Hauptpartition (zu erkennen an der Größe)

    - Gib als Ziellaufwerk Deine defekte Installation an und lass es durchlaufen....Das war's.


    Wenn dann Deine alte Installation wieder läuft, mach ein erneutes Backup Deiner Systemplatte für das (hoffentlich nicht) nächste Mal...


    Falls Du Deine Systemplatte auf M2 (NVME) umstellen solltest, und dazu eine weitere M2 (NVME-Platte) installieren solltest, wird Dein Backup 1-2 Minuten dauern, und auch das Restore läuft dementsprechend schnell durch...


    Gruss


    Ralf

  • Vielen Dank, Ralf. Aber ich bin ein absoluter Laie auf dem Gebiet und verstehe von deinen wirklich gut gemeinten Ratschlägen nicht viel.


    Aber ich habe jetzt noch ein anderes Problem:

    Ich habe mit dem Windows Notebook meiner Frau auf der Microsoft Seite das Tool zum Erstellen des Installationsmediums heruntergeladen auf einen 32 GB USB Stick und ausgeführt. Das lief dann auch durch, jedoch gab es zum Ende eine Fehlermeldung, das etwas unter Windows nicht ausgeführt werden konnte. Die Meldung habe ich leider nicht richtig wahrgenommen.

    Jedenfalls ist es so, dass der Stick weder bei dem Notebook meiner Frau noch auf meinem Rechner ausgeführt wird. Es kommt nur die Meldung: Legen Sie einen Datenträger in das USB Laufwerk (H:) ein.

    Ich kann mit dem USB Stick nunmehr auch nichts mehr anfangen, weder löschen noch formatieren, um das Tool erneut zu laden

    Ist der USB Stick jetzt noch irgendwie zu retten oder muss ich mir nochmals einen neuen kaufen?

  • René, danke. Ich hatte das Tool als Admin gestartet.

    Mittlerweile konnte ich über MacOS den Stick formatieren und versuche es heute nachmittag nochmals neu. AV Proggi ist auf dem Rechner meiner Frau nicht installiert, dort wacht nur der Defender. Mal sehen, wo ich den abschalten kann.


    Nächste Frage: Mit ist in den Sinn gekommen, bei dieser Gelegenheit die System SSD evtl. gegen eine Neue zu tauschen. Die bisherige ist nur 120 GB groß, kommt schnell an die Kapazitätsgrenze, ist über 5 Jahre alt und wird natürlich am meisten neu beschrieben, was der Resthaltbarkeit nicht zu gute kommt. Wie würde das denn funktionieren, wenn man eine völlig neue und leere (dann 250GB) SSD einbaut? Oder muss ich auf die bisherige SSD neu installieren und dann auf die evtl. Neue klonen?

  • Nächste Frage: Mit ist in den Sinn gekommen, bei dieser Gelegenheit die System SSD evtl. gegen eine Neue zu tauschen.

    Da du das Betriebssystem eh komplett neu aufsetzt, kannst du natürlich auch eine andere größere Festplatte verwenden.

    Das vorläufige Abschalten des Windows Defender findest du unter dem Sicherheitsdashbord unter "Viren- & Bedrohungsschutz - Einstellungen für Viren- & Bedrohungsschutz - Einstellungen verwalten - Echtzeitschutz (Schieberegler).


    Gruß René

  • Mike,


    ich muss jetzt leider passen. Das was ich Dir geschrieben habe (Acronis) ist ja ein "Spiegeln", "Klonen" von Partitionen, und das kann Acronis....

    Mein Vorschlag mit den M2-Disks passt auch zu Deinem Vorhaben mit einer neuen SSD, nur eben ca. 10x schneller. Falls Du keine M2-Schnittstelle hast, lässt sich das auch über PCIE-Adapter (ca. 6,-Euro das Stück) realisieren.


    Ralf

  • Vielen Dank an alle. Ich habe heute nachmittag erfolgreich einen Stick erstellt und Windows neu aufgesetzt. Ich habe auch doch noch die alte SSD genommen. Meine Überlegung ist nämlich die, dass ich im Moment nichts in die Hardware stecken möchte. Denn zur nächsten Saison (ist bei mir die dunkle Jahreszeit, also nächster Herbst) denke ich evtl. über einen komplett neuen Rechner nach und da wäre jede Investition in die Hardware nicht mehr lohnend (es sei denn, es geht mal wieder was kaputt). Ferner ist dann vielleicht (!) der mit viel Trara angekündigte FS2020 schon da (?), und man erfährt mehr über die HW-Anforderungen.


    Vorerst läuft wieder alles so wie es soll, Simulatormäßig muss ich ja beim XP nichts groß installieren (außer ORBX Central, AS und den Garmin Trainer).


    Und Ralf (rgd), bitte nicht genervt sein. War gut gemeint, vielen Dank. Bin halt schon älter und komme in vielen Dingen nicht mehr so mit. Mit Acronis werde ich mich aber beschäftigen.:) Und ab sofort brav einen Wiederherstellungspunkt setzten.;;)

  • Zwar läuft alles soweit gut, jedoch habe ich jetzt das hier entdeckt:



    MS-7917 ist wohl das Motherboard.


    Im Gerätemanager sieht man nichts, kein ? und auch keine gelbes Warndreieck. Aber warum in der Systemsteuerung?

    Und wenn das "Gerät" über keinen Treiber verfügt, dann würde es doch wohl auch nicht funktionieren. Ich gehe davon aus, das Windows die entsprechenden Treiber nach einer Neuinstallation wieder installiert bzw. aktualisiert.


    Kann oder muss ich etwas unternehmen oder ignorieren?