Flugsimulation und Umweltschutz vereinbar?

  • Heimische Produkte billiger machen? ... die Landwirtschaft klagt doch ständig über zu niedrige Preise.

    Ich denke, wer seinen Warenpreis (Spargel, Erdbeeren etc.) so kalkuliert, daß er sie nur mit den Billiglohn Erntehelfern an den Markt bringen kann macht einen Fehler und ich wünsche mir, daß solche Betriebe schließen müssen --- ohne irgendwelche staatliche Schadensregulierung.

    Der Betreiber sollte Löhne zahlen die ein Leben damit möglich machen und dann seinen Warenpreis entsprechend nach oben anpassen.

    Man (ich) brauche in der Erdbeerzeit nicht täglich Erdbeeren, ich brauche in der Spargelzeit nicht täglich Spergel, ich brauche nicht täglich Fleisch ...


    Die sinkende Verbrauchermenge hat der Erzeuger dann ja über sinkende Herstellermenge bei realistischeren Löhnen ausgegelichen.

    Im Übrigen sollte der Bereich der Landwirtschaft dann ohnehin schrumpfen ... Das käme doch auch der CO² Klimadiskusion zugute.

    ... tagesaktuell deutsche Rinder Zigtausende Rinder werden jährlich von Deutschland ins Ausland exportiert, etwa nach Asien und Nordafrika – angeblich zu Zuchtzwecken.

    Wir übertreiben es auch da als Exportweltmeister.

  • Sorry, war missverständlich formuliert.

    Richtig hätte es heißen sollen:

    "[...] man müsste es schaffen, heimische Produkte gegenüber Importprodukten billiger zu machen, [...]"

    Was ich damit meinte, war, dass heimische Produkte nicht teurer sein dürfen als Importprodukte - nicht, dass die heimischen Produkte absolut gesehen billiger werden müssen. Wenn z.B. die Schale Erdbeeren aus Bayern 4 € kostet, und die aus Marokko 6 €, dann ist die aus heimischer Produktion eben billiger - relativ gesehn.


    Bzgl. zu niedrige Preise:
    Schau dir mal bei bei einem Discounter die Tiefkühlregale an, vor allem die mit dem Fleisch.

    Und dann geh mal in eine Metzgerei.

    Wenn bei Fleisch, alles Fleisch - auch beim Discounter - vernünftige Preise hätte, hätten wir jetzt keine großen Diskussionen über Großschlachtereien, etc.


    Ich selbst kenne die Rinder, Säue, Gickerl, die ich esse, quasi persönlich. Ich weiß, von welchem Bauern die stammen, ich weiß, wie der Stall aussieht in dem sie leben, ich weiß, welches Heu von welchen Wiesen die Tiere bekommen - ich kenne auch den Metzger persönlich. Und ich zumindest weiß, dass das, was ich für das Fleisch zahle, auch für die Landwirte fair ist.

    Das ist aber wohl leider ein Ausnahmefall, wissen doch ich schätze mal 80 % aller in Deutschland lebenden nicht, ob ihr Fleisch aus dem Bauernhof nebenan, oder aus Niedersachsen kommt.


    Das alles sind Punkte, die eben auch für das Klima eine Rolle spielen - um mal wieder die Kurve zu kriegen :D

    Aber wie man merkt, kann man da jetzt immer so weiter machen:

    Klima -> THG Emissionen -> Transportfahrzeuge (Schiffe, LKW, Flugzeuge) -> Globaler Warenverkehr -> Import/Export/Inländische Verwertung -> Lebensmittelproduktion -> Fleischproduktion...

    Und für jeden Punkt braucht man einfach extrem viel Wissen, um sagen zu können, wo man etwas drehen kann, wie es geht, welche Auswirkungen das wieder hat, und, und, und...


    Zitat

    Im Übrigen sollte der Bereich der Landwirtschaft dann ohnehin schrumpfen ... Das käme doch auch der CO² Klimadiskusion zugute.

    NEIN!

    Bitte vergesst eines nicht:

    Die Landwirtschaft ist eine der Branchen, die am meisten für unser Klima und unsere Umwelt tun kann - durch anderen Düngemitteleinsatz, durch andere Feldbaumethoden, usw.

    Außerdem, noch eins:

    Alle, die in der Landwirtschaft beschäftigt sind, müssen dann auf andere Geschäftszweige wechseln. Schwerindustrie vielleicht?

    Die Landwirtschaft verursacht THG Emissionen. Ja. Diese sind auch nicht zu vernachlässigen.


    Ein Beispiel dazu aber noch:

    Ich habe mich genau damit in meiner Bachelorarbeit beschäftigt: Mit den Emissionen, die durch die Landwirtschaft in China entstehen.

    Das Ergebnis war: Obwohl die Landwirtschaft in China nach wie vor intensiviert wird, und die Emissionen steigen, wurden durch sinnvolle Aufforstungsprojekte und Beschränkungen der Landwirtschaftlichen Flächen so viele Kohlenstoffspeicher geschaffen, dass eine CO2-Senke seit ca. 2010 enstanden ist. Mit anderen Worten, es wird mehr CO2 in Vegetation gespeichert, als durch die Landwirtschaft und Landnutzungsänderungen entstanden sind.


    Also, bitte nicht die Landwirtschaften weiter in Bedrängnis bringen - wenn wir mehr Landwirtschaften hätten - vor allem auch mehr kleine Landwirtschaften, die sich aber aufgrund der niedrigen Erträge kaum lohnt - würde das unserem Klima, und vor allem auch unserer Umwelt, gut tun.

  • Das ist halt dann auch eine Kapitalismus Debatte. Wir kaufen günstige Kleidung, die von Menschen aufs billigste irgendwo produziert werden. Sobald die zu teuer werden, kommt das nächste Land dran, wo das noch billiger möglich ist.

    Oder wir überschwemmen den afrikanischen Markt mit hier zuviel produzierten Gütern. Hühner z. B.


    Für kurzfristige Gewinne werden enorme Folgeschäden verursacht. Dafür haftet dann die Allgemeinheit.


    Profitieren tun davon nur sehr wenige richtig, also die reichsten 1% sozusagen.


    Nur es gibt halt kein anderes System. Der Sozialismus war Menschenverachtend, der Kapitalismus genau so. Dazu schafft es der Kapitalismus auch noch die Erde zu ruinieren. Denn sehr viel Geld verdient man, seit 200 Jahren, mit Kohle, Öl und anderen Energiestoffen, die für den Co2 Ausstoß verantwortlich sind.


    Und solche Debatten wie Umweltzerstörung gibt es vor allem in Wohlstandsländern. In der zweiten und dritten Welt haben die andere Probleme, nämlich jeden Tag über die Runden zu kommen.

  • Zitat

    .... und der Lobby keinen Einfluß lassen ....

    Das dürfte schwierig werden. Rund um den Reichstag schwirren schon über 1100 Lobbyisten herum. Ich nenn die nur noch Korruptionsmanager...

  • Hallo an die Runde, ich verfolge das Thema Luftfahrt und Einfluss aufs Klima bzw. Umweltschutz auch schon eine Weile. Bislang werden neue Technologien immer dann eingeführt, wenn der wirtschaftliche Druck hoch genug ist. Da hat die Luftfahrt schon einiges getan. Aber das hat mit unserem Hobby nur insofern zu tun, dass wir ab und an neue Flugzeug Addons virtuell steuern dürfen. Im übrigen bin ich der Meinung, dass die letzten Forumseinträge nicht zwingend zur Überschrift passen.


    Für mich habe ich entschieden, dem Stromverbrauch meines Hauses (einschl. des stromhungrigen FSim-PC) mit Photovoltaik einschl. Batteriespeicherzu Leibe zu rücken. Damit habe ich ein gutes Gefühl und die Investition (20 Jahre+) rechnet sich ob des eingesparten Stroms tatsächlich. Aber egal was man tut - und jeder hat individuelle andere Vorlieben - es kostet Ressourcen. Also wäre Jedermann und Jederfrau aufgerufen zu prüfen, ob man Ressourcenschonender ansetzen kann oder an gänzlich anderer Stelle Ressourcen zurück geben könnte (und wenn es nur die ordentliche Mülltrennung ist :-).