FMC - ein Relikt aus der Vergangenheit???

  • Schreibe doch mal an Airbus oder Boeing.

    Warst Du schon jemals in einem realen Cockpit? Das ist erstens immer noch relativ eng und zweitens jeder Millimeter ausgenutzt.

    Übrigens jeder "nur mögliche" Fehler ist in einem Airliner ein Problem. Toucheingaben haben die größte Fehlerrate überhaupt und das auch noch bei jedem Nutzer unterschiedlich.

    Ansonsten glaube ich, da haben vor Dir schon viele nachgedacht und das nicht aus ökonomischen Gründen unverändert gelassen.

    Warum sollte ich an Airbus schreiben. Ich gebe hier nur meine Einschätzung wieder.


    Ich war übriges schon für viel Geld in einem 737 Full Flight Simulator um mal zu prüfen was die Nutzung der PMDG mit der Wirklichkeit zu tun hat. Daher weiß ich wie eng das ist. Ich war auch schon etliche Male in normalen Flugsimulatoren. Wenn Corona nicht dazwischen gekommen wäre, dann wäre ich auch schon in einem A320 Simulator gewesen.


    Dennoch nutzen alle Piloten wären des Fluges IPads. So schlimm kann das alles nicht sein.





    Viele Grüße


    Jürgen


    System: AMD 5950X, RTX 3080, 64 GB RAM 3200, Monitor Samsung C49RG94SSU Saitek X52 PRO, Elgato Stream Deck, 3 x Samsung NVMe 1TB SSD, 980 Pro für MSFS. Link Bilder

  • I

    Wie sage ich es. Also ich gebe mir gar nicht erst Mühe zu glauben ich bin Pilot oder sowas. Ich bin als Diplom Ingenieur Technik affin , mehr nicht. Und ich bin Sim begeistert, vor allem bezüglich der Simulation selbst. Das drum herum ist schön , aber mir relativ Pappe, zumindest jedoch nachgeordnet.

    Ich habe wie schon geschrieben, das Teil (FMC/FMS) als Hardware , also eigentlich die CDU. Man kann sich tagelang damit beschäftigen und begreift dann ziemlich schnell, dass dieses bei jedem Eingriff alles komplex neu überprüft, gegencheckt und dann erst bestätigt. Schon alleine unplanmäßige Kursänderungen oder unerwartete Holdings sind Eingriffe, die sich bis zum Ziel auswirken und völlig neu berechnet werden. Ein Touchscreen der das am Ende durch eine Bestätigung abfragt ist da völlig deplatziert, nicht nur aus Gründen der Treffsicherheit.

    Wer mal in sich geht , wird sicher merken, welchen Tastenschrumps er mit Wiederholungen auf seinen Touchgeräten produziert, oder ich bin alleine zu doof. Aber schon Forenbeiträgen oder Mails , die aus einem Handy oder Tablet stammen, sieht man das oft auf Anhieb an.

    Ja dieses CDU Teil verlangt für jeden Buchstaben einen Hardwareklick mit Prüfung jeder Eingabe auf absolute Plausibilität. Und das aus Sicherheitsgründen völlig zurecht. Eigentlich ist das nicht mal Mausgeeignet, wenn man es einmal außerhalb des Sim in Aktion hatte.

    Wenn Jürgen in ein reales Cockpit eines A380 oder einer B787 kommen würde, würde er wahrscheinlich ein komisches Ding entdecken, ein CCD (Cockpit Comand Device), erstmals bei der Entwicklung der FD720 eingesetzt. Es ist ein Bediengerät analog zu einem Trackball zur Abarbeitung von Checklisten und für Eingaben in die MCDU. Warum wieder ein Gerät, was auch das Tastvermögen der menschlichen Hand berücksichtigt?


    Ralf


    PS: wieder was gelernt: Pilot Monitoring, kannte ich bisher nicht. Grundlage des Human Factors Management sind Pilot Flying (PF) und Pilot Non Flying (PNF).

  • Etwas OT, aber da Oliver es schon in seinem Post angesprochen hat, den ersten OP-Roboter bei uns im KH gab es schon 1997 und hieß "AESOP", Und ihr werdet es nicht glauben der war schon Sprachgesteuert. Siri und Alexa lassen Grüßen in den Cockpits der Zukunft.

    In "Star Trek" können sie das schon lange. :))) Obwohl, den Kurs geben Sie auch da von Hand ein:Oh

  • das geschieht u.a. auf Kosten der Beschäftigten

    Nee, nee, das ist schon unser Verbraucherverhalten. Günstiger geht immer und kaum einer ist sich offenbar zu schade dafür. Aber egal wie herum man es dreht - die beiden Personen vorne im Cockpit tragen die Verantwortung für die Menschenleben hinter sich. Hierfür sind sie u.a. auf verlässliche Technik angewiesen.


    Off-topic:

    Nur so nebenbei - ich habe Ryanair gemieden obwohl bspw. Hahn in greifbarer Nähe ist. Ich bin gespannt, ob Corona auf die Vielfliegerei einen Einfluss haben wird, aber ich glaube dass durch unser* Spar(Spatzen)gehirn sich die entstandenen Lücken schnell wieder füllen.


    * Ich spreche hier die Menschen allgemein an und versuche mir stets an die eigene Nase zu fassen (gelingt nicht immer).

  • Na ja man kann ja ruhig mal darüber diskutieren, auch wenn ich nicht glaube, dass hier die überzeugende Neuerfindung der Fliegerei stattfindet. Das in der gesamten Community zu 90% bestenfalls gefährliches Halbwissen existiert. dürfte jedem der zu sich selbst ehrlich ist klar sein. Da nehme ich mich nicht aus. Ich bin es aber inzwischen gewohnt zu lesen dass auch Vorfeld Worker schnell mal wissen wie reales Airbusfliegen geht.


    Ich begnüge mich einfach damit , wenn wenigsten Simulationshardware gefühlt real reagiert und Knöpfe das machen, was sie lt. Manual sollten. Mehr kann ich eh nicht einschätzen. Das ich deswegen Ahnung vom realen Fliegen oder gar Konstruktion und Sicherheitskriterien hätte, käme mir nie in den Sinn.


    Ich kaufe mir aber gerade ne Uniform von irgendeiner Dschungelairline und tauche dann hier unter anderem Namen als arbeitsloser Pilot auf, inklusive YT - Kanal. Dann wird das natürlich anders!:beer:)))

  • Rainer,

    Du musst dann aber bei einer B737 den Daumen etwas höher auflegen, da hat das Steuerhorn von Boeing extra links und rechts Kleine "Hörnchen"eingebaut, damit das Kräfteparallelogramm stimmt. Das fällt sonst auf.


    Ralf

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  • ... hatte ich in meiner letzten Randbemerkung doch glatt vergessen.

    Wenn dann im Sommer bei 30 Grad im Schatten auf einer Strecke von Köln nach Leipzig 2 bereits gewechselte ICE's das Spiel der Systeme nicht mehr mitspielen, die Passagiere auf Sitzen kochen weil die Klimaanlage nicht mehr will, sich Türen wie Fenster nicht öffnen lassen, die Toiletten überlaufen, die Kaltgetränke aus sind und die Stereotype Durchsage des Lokführer bzw. Operators "er könne nichts tun, werde aber Versuchen das System neu zu booten“ dann und genau dann spüre ich beim betrachten des immerhin noch analogen Notfallhamners die Auswirkungen von Systemkomplexität und Wirtschaflichkeit auf mein Befinden und freue mich, wenn ich dann endlich nach 10 Stunden im Leipziger Bahnhof mit wehmütigem Blick neben der alten Damplock mit den muffigen Abteilwagen einlaufe.


    Wie gesagt... zu alt für diese Welt


    MkG Rainer:.(


  • ich denke es wird sofort ein Nachholbedarf einsetzen. Die Vielfliegerei wird durch sehr günstige Tickets ermöglicht. Solche Firmen wie Ryanair können günstige Tickets anbieten, auf Kosten der Belegschaft. Daher würde ich mit denen auch nicht fliegen. Ist aber wohl auch vom Einkommen abhängig.


    Im Grunde müsste jedes Ticket mit den tatsächlichen Kosten besteuert werden. Also im Sinne der Umweltbelastung.


    Die Vielfliegerei hat es geschafft das Virus innerhalb weniger Wochen in mehr als 100 Länder zu verteilen.


    Zum Thema FMC. Einige Buisness Jet Hersteller zeigen ja, wie modernere Cockpits aussehen können.


    Die 737 und A320 sind in den letzten 30 Jahren kaum verändert worden. Eigentlich sind nur die Triebwerke effizienter geworden.

    Die Technik ist extrem ausgereift. Vor allem gibt es keine neuen Antriebskonzepte. Man versucht demnächst mit Bio Treibstoff

    das Gewissen zu bereinigen.

  • Nee, nee, das ist schon unser Verbraucherverhalten. Günstiger geht immer und kaum einer ist sich offenbar zu schade dafür. Aber egal wie herum man es dreht - die beiden Personen vorne im Cockpit tragen die Verantwortung für die Menschenleben hinter sich. Hierfür sind sie u.a. auf verlässliche Technik angewiesen.

    Da hast Du schon Recht: Es bleibt jedem selbst überlassen, was er verbraucht, konsumiert oder erwirbt: Die Nachfrage regelt den Markt. Ich persönlich versuche das bestmöglich zu steuern, bin aber auch an anderen Stellen inkonsequent.

    Aber ganz so einfach ist es meines Erachtens auch nicht. Auch der Markt hat Verantwortung - z.B. zum Umgang mit Ressourcen und mit Menschen.

    Herzliche Grüße :-)

    Oliver


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    MSFS-Name: plerzelwupp


  • Thema Tickets:

    Ich wohne ja in der Nähe vom MUC, und MUC ist - leider - ein sehr teurer Flughafen.

    Als Student ist das Budget eben nicht so groß, da war’s halt einfach nur möglich, 1 mal im Jahr fliegen.

    Ich hätte mir wirklich auch billige Tickets gewünscht. Selbst Vueling hat > 70 € für BCN aufgerufen, RYR nach DUB auch 50 € - Oneway.

    Wenn man dazu LH vergleicht (MUC - LHR - MUC für 800 € - Frühbucher...) dann ist da vieles irgendwie nicht erklärbar.


    Dass Billige Tickets auf Kosten der Belegschaft Gehen ist leider Tatsache, und sowas will ich aber eigentlich auch nicht unterstützen. Für 120 € nach LHR und zurück ist meines Erachtens in Ordnung- mit BAW.


    Nichts desto trotz: Ich würde mir mehr bezahlbare Tickets ab MUC wünschen. Weil die Preise, die LH und Co ab MUC aufrufen, sind zum Teil Wucher. Aber leider hat LH in MUC ja - bisher - fast ein Monopol gehabt.


    Nachtrag:

    FRA-MUC mit LH kostet(e) Oneway 80 €. Die Bahn verlangte an dem Tag vor 2 Jahren 140 €...

  • Leute, entweder geht es hier um FMC/FMS und was damit zusammen hängt. Oder Ihr wollt über LCC (Low Coast Carrier) und Klimaschutz diskutieren. An dieser Stelle geht nur Nummer 1, ansonsten (LCC, Klimaschutz) bitte im OT einen neuen Thread aufmachen.