Beiträge von FlyAgi

    Azure AI ist ein reines cloudprodukt. Und sollte MS das so gestalten wie im Video, geht es wegen der Datenmengen gar nicht anders.

    Es wird ein reines Cludprodukt, mit Client PC seitig.

    Laut dem Artikel wird Azure AI dazu verwendet, die globale Szenerie zu erstellen - das bedeutet nicht, dass diese dann per Cloud gestreamt wird.


    Zitat aus dem Artikel:


    "There's 2 petabytes of geographical data behind that game, that they're then using Azure AI to stitch the seams together so as you're flying, you're seeing a seamlessly connected Earth."


    Mehr zu dem Thema habe ich eben im Artikel auch nicht gefunden, daher meine Nachfrage, ob das nun konkret erwähnt wurde, dass jemand klar gesagt hat, 'die Szenerie wird während des Fluges aus der Cloud gestreamt'.

    Allerdings soll die Szenerie nach Angaben eines Microsoft-Mitarbeiters über die Cloud geladen werden

    Wo steht das konkret? Ich hab den Artikel nach diversen Schlagwörtern durchsucht (Cloud, Stream. Scenery, Server) und nichts dazu gefunden. Da der da auch weit ausholt und viel über für mich irrelevante Games redet möchte ich den Artikel nun nicht komplett lesen.

    Was den Kommerz angeht, sollten wir selbstkritischer sein. Schon jetzt legen wir doch immer wieder aufs neue Geld auf den Tisch um eine aktualisierte Version einer eigentlich schon wohlbekannten Szenerie zu bekommen.

    Das würde ich differenzierter betrachten. Erstens kommen solche Updates in überschaubaren Zeiträumen, zweitens wurden doch auch fpr P3D v4 sehr viele Updates ganz kostenfrei angeboten, drittens müssen ja gewerbliche Entwickler, wenn sie denn den Service bieten ein AddOn auch nach Jahren noch zu aktualisieren, irgendwann auch dann wieder Geld damit einnehmen - denn, diese Arbeitsleistung könnte in ganz neue Entwicklungen gesteckt werden, die dann wie selbsverständlich bezahlt werden.





    Fast wie ein Abo, oder nicht?

    Nee, überhaupt nicht wie ein Abo. Ein Abo ist nicht frei, du zahlst immer wieder, wenn sich das dann noch auf den Basis-Simulator bezieht wird das deutlich teurer als bei einem klassischen Modell - hätte ich für XP11 per Abo 10 € im Monat bezahlt wäre ich in knapp zweieinhalb Jahren nun bei insgesamt 600 € gewesen anstelle der knapp 60 €, die ich dafür bezahlt habe. Das Argument 'mit dem Game Pass hast du ja auch Zugriff auf andere Spiele' zieht da auch nicht, da ich 'ander Spiele' gar nicht nutze.


    Wenn jemand sich entscheidet, für Szenerien oder andere AddOns immer mal wieder eine Update-Gebühr zu bezahlen (oder solche überhaupt zu kaufen) so steht ihm das komplett frei, die Entscheidung liegt in der Hand des Nutzers, ebenso die Entscheidung, die alte Version der Software weiterzunutzen. Das entfällt beim Abomodell, da zahlst du einfach regelmäßig und je nach Nutzungsverhalten zahlt man am Ende richtig drauf. Ein Game-Pass macht Sinn für Gamer, die regelmäßig andere Games kurze Zeit spielen, aber so ziemlich alles mitnehmen wollen - das kann aber bei einer Flugsimulation gar nicht das Ziel sein, solche User zu erreichen, denn diese kaufen ja nicht massig Addons, da sie sich mit einzelnen Games weniger lange beschäftigen.


    Man kann sich natürlich nun das Abo-Modell und die teils absurden aktuellen Monetarisierungskonzepte für Software im Allgemeinen schön reden - besser werden die davon aber nicht und alternativlos sind sie auch nicht, der User muss sich dem 'nur' verweigern.

    Sicher, dass das der neue MSFS ist? Das steht nirgends explizit, ich bin über dieses Video auch gestolpert - das Video ist verhältnismäßig unspektakulär, da ist nichts zu sehen, was mich nun vom Hocker hauen würde.

    Klingt wie eine technische Revolution.

    Für mich ist das eher eine wirtschaftliche Revolution - dem Wirtschaftssystem geht langsam die Puste aus und es muss jetzt wirklich jeder Fliegenschiss monetarisiert werden, damit noch irgendwie 'Wachstum' generiert wird, was aber auch irgendwann ein Ende haben wird. Überhaupt ist ein Großteil dessen, was uns als 'Fortschritt' vorgegaukelt wird nichts weiter als eine Verschiebung richtung mehr Überwachung und Kontrolle durch die 'herrschende Klasse' und weniger Rechten und Freiheiten für die Bevölkerung - und all dieses wird uns immer mit großartigen Vorteilen verkauft, erstmal anfangs ganz harmlos, wenn es akzeptiert wurde dann verschärft (Staatstrojaner, Vorratsdaten, erst ging es gegen 'Terrorismus' und 'Kinderpornografie', mittlerweile kommt das bei Alltagskriminalität zum Einsatz).


    Hier läuft es auf dasselbe hinaus - du bekommst tolle moderne Technik versprochen (als jahrzehntelanger Gamer bin ich das gewöhnt, bei jeder neuen Konsolengeneration neuer Grafikhype, die Games aber immer langweiliger, gleicher, alles wiederholt sich - zieht bei mir nicht mehr), den totalen Fortschritt, nie dagewesenes und bezahlst dafür mit deinen Rechten und Freiheiten und am Ende, wenn die Falle zuschnappt, auch mit Geld, wenn du es dir dann noch leisten kannst.

    Ich denke auch, dass es auf die gleiche Schiene wie bei allen großen Spielen/Simulationen hinauslaufen wird. Fliegen kannst Du nur, wenn Du Dich in Deinem Spielerkonto bei MS einloggst. Die Simulation selber läuft auf MS-Servern und wird auf den Nutzer-PC gestreamt.

    Das ist zwar technisch möglich aber derzeit noch lange nicht etabliert - und es stellt sich die Frage nach der Akzeptanz dieses Modells, gerade auch in der Flugsimulation ist das eher Nachteilig, da dieser von einem offenen System lebt. Streaming, so hochgejubelt das auch seit geraumer Zeit wird, ist für den Nutzer erstmal nicht von Vorteil, er gibt so ziemlich alles aus der Hand, verliert den kompletten Einfluss auf sein Game. Modding, AddOns etc werden dadurch erschwert oder gar unmöglich (ganz im Sinne der Anbieter, die ihre AddOns und DLCs verkaufen wollen) und der Anbieter kann selbst für Freeware abkassieren, wenn er das möchte und zulässt.


    Ich schätze, dass der MSFS krachend scheitern wird, wenn er auf einem reinen Streaming-Modell basiert.


    Die Frage ist nur zu welchen Bedingungen - nämlich zu denen, die sie vorschreiben.

    Ich könnte mir das so vorstellen, dass selbst Software von Fremdentwicklern nur über den MS-Shop zu kaufen sein wird, wobei sich MS einen guten Anteil an Provision von den eigentlichen Entwicklern wird zahlen lassen. So nach dem Motto: "Du verkaufst nach unseren Bedingungen in unserem Shop oder eben gar nicht".

    Exakt meine Befürchtung. Es ist anzunehmen, dass MS den neuen Sim erstmal unter Wert verkauft und auch Drittanbieter anfangs gute Konditionen einräumen wird und ebenso den Nutzern versucht stark entgegen zu kommen, damit die Plattform akzeptiert wird. Dann versuchen sie, den gesamten Flusi-Markt zu übernehmen und alle Konkurrenten aus dem Feld zu drängen und sobald sie eine Monopolstellung inne haben ziehen sie dann die Schrauben an - und das ist unabhängig davon, ob es ein Streaming-System wird oder ein klassisches Game, welches über den MS-Store vertrieben wird.



    ... entspricht doch alles genau der realen Fliegerei Handgepäck ist frei, mehr Gepäck kostet extra, Economy class, Sitzplatzreservierung, Upgrades bessere class oder Sitzplätze Aufpreis ... das sind wir doch alles längstens gewohnt

    Das sind wir gewohnt weil wir es zugelassen haben (okay, ich selbst eher nicht, ich fliege nicht real, weder passiv noch aktiv). Im Bereich Software sind wir es nicht gewohnt und diese Veränderung zum nachteil aller Nutzer hin kann verhindert werden, wenn das Modell nicht einfach mit 'ist halt heute so' akzeptiert wird.

    Damals war ich überzeugter DVD-Käufer, während einige hier längst Downloads tätigten.

    Der Unterschied zwischen Daten als DVD oder als Download ist aber kein sonderlich großer - in beiden Fällen bekommst du nach dem kauf deine Daten und im Endeffekt dasselbe, eine DVD kannst du dann zur Not selbst brennen, du bekommst die Daten, für die du bezahlt hast ausgeliefert, du hast die Kontrolle über diese Daten und hast exakt dasselbe Endergebnis.


    Bei Abo-Modellen sieht das ganz anders aus. Da gibt es verschiedene Fallen, die sich langfristig eregeben, wenn es um richtige Produkte geht und nicht um Dinge wie Fernsehen oder Radio (klassisches TV oder Netflix unterscheiden sich auch nicht großartig, ebenso Radio oder Spotify, einschalten, laufen lassen, alles passiv wie gehabt). Ein Game oder Sim ist aber ein Produkt, welches normal käuflich erworben (bzw. wo die Lizenz erworben wird, was effektiv für den Nutzer keinen Unterschied macht) und das dann prinzipiell dir gehört wie ein physisches Gut. Das kann dir normal niemand einfach abschalten und da kann dir auch niemand immer neue Gebühren drauf erheben. Bei Abomodellen kommt hinzu, dass die Kosten auf Dauer steigen - hätte ich X-Plane 11 zB für 10 € im Monat abonniert hätte ich nach knapp zweieinhalb Jahren Nutzung 600 € nur für den Sim bezahlt, anstatt der 60 €, die es mich mit dem klassischen Lizenzmodell gekostet hat. Ein Game-Pass oder ähnliches wird dir angepriesen mit dem Argument, dass du Zugriff auf massig Spiele bekommst, das lohnt sich dann durchaus für Gamer, die viele Spiele kaufen (zumindest solange es noch alternative Modelle gibt und die Preise des Abos einen Vorteil für den Kunden bieten müssen um die Akzeptanz des Modells herzustellen). Für Simmer oder solche Gamer, die monatelang dasselbe Game intensiv spielen, lohnt sich das aber gar nicht, da zahlst du dann für die Nutzung anderer Games, die du nie spielst und im Endeffekt wird dein Sim dann schon nach einem halben Jahr teurer als beim alten Kaufmodell.


    Abomodelle, die ja überall in der Software auf dem Vormarsch sind, haben ab dem Punkt, wo es keine Alternativen mehr gibt auch noch andere nachteile. Wenn ein Entwickler einer Software zum Vollpreis eine neue Version, zB für Photoshop, verkaufen möchte braucht er dafür stichhaltige Argumente, die neue Version muss signifkante Vorteile für den Käufer haben - gibt es nur noch Abos fällt das weg, dann zahlst du einfach für die Nutzung immer weiter, weniger Innovationsdruck herrscht für den Entwickler und am Ende wird die Software kaum noch weiterentwickelt, das Argument 'immer auf dem neuesten Stand' relativiert sich dann irgendwann. Genauso kann natürlich der Abopreis je nach Lust und Laune angehoben werden, wie es bei Netflix regelmäßig der Fall ist.


    Es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen einem Abomodell und einem klassischen Linzenzerwerb - bei letzterem Modell hat der Nutzer fast dieselbe Kontrolle wie bei einem physischen Gut, bei ersterem ist er dem Anbieter auf Gedei und Verderb ausgeliefert.

    Nachwas ist mir eingefallen:


    Netflix schmeißt rigoros alles raus, was nicht gut läuft oder nicht gut genug, um die Lizenzkosten zu rechtfertigen - jetzt stelle man sich das bitte mal bei einem komplett auf Streaming umgestellten Spielesektor vor.

    Ohne nun weit ausholen zu wollen, was hat man nur gegen Abos, wenn das Angebot und der Preis stimmen und man eventuelle Vorteile des Fortschritts geboten bekommt?

    Das Angebot und der Preis stimmen nur bis sich das etabliert hat - danach bist du im System des Anbieters gefangen und darfst nach dessen Pfeiffe tanzen, hast außerdem überhaupt keine Kontrolle mehr über deine Daten und wenn der Anbieter kein Geld mehr mit deinem Lieblingsgame macht stellt er die Server ab - siehe ältere Fifa-versionen, da macht EA das so, die Onlinefeatures sind dann weg aber das Spiel bleibt offline spielbar. Wenn jetzt der Ganze Sim aber in der Cloud läuft kann er dir jederzeit abgestellt werden.


    Außerdem, bzgl. Abo: Glaubst du, dass du mit einem Game-Pass für knapp 10-20 € die aktuellen Spiele bekommst? EA hat das mit Origin Access schon länger im Programm und da bekommst du die aktuellen Titel nicht sondern eine tolle Auswahl an ollen Kamellen. Der neue Sim soll hier wohl als Lockvogel dienen und anfangs sind so Preise dann bezahlbar aber auf dauer dürfte sich das ändern. Ein halbwegs engagierter erwachsener Gamer kauf so schätzungsweise zwei Vollpreigames im Monat, das wären dann 120-140 € und beim Streaming zahlt er dann nur 10-20 € - ich glaube nicht, dass die Gaming-Industrie sich auf lange Sicht soviel Geld durch die Lappen gehen lässt. Sobald alles etabliert ist, also Streaming der Standard, wirst du im Game-Pass auch nur noch kalten Kaffe serviert bekommen und darfst dir später alles einzeln wieder freischalten lassen, Aufpreis für 4k, Aufpreis für 60 FPS, dieses Spiel extra, jenes mit Zuzahlung und so weiter (bei netflix zahlst du schon für HD oder 4 K zusätzlich, die Diskussion über die netzneutralität ist hier auch interessant, die Anbieter wollen am liebsten weg vom Flat-Rate-Modell, siehe Mobile, wo die sogenannte Flat nur ein Volumentarif ist).


    Streamen ist ein Fortschritt der Zeit und bezahlte Dienste werden heute von vielen schon in Anspruch genommen.

    Du kannst da Gaming/Simming aber nicht mit dem Fernsehen vergleichen. Für's TV wurde nie viel Geld ausgegeben, das war einfach irgendwann da und dann gab es die GEZ-Gebühr, mehr war erstmal nicht. Netflix hat dann recht 'günstig' angefangen, die Preise aber nun schon merhmals erhöht, meine 8,99 € anfangs sind nun bei knapp 16 € angekommen, tendenz eher steigend.


    Außerdem hast du beim Game-Stream einen gewaltigen Nachteil: Ein Videostream wird zwischengespeichert, bricht dein Netzverbindung mal ein paar wenige Minuten ab (tut meine öfter) merkst du das nicht. In einem Game ist sofort schicht, da der Server schlecht vorherberechnen kann, was du in den nächsten paar Minuten erleben wirst, das Spiel bricht dann ab.




    Man darf auch Veränderung nicht mit Fortschritt verwechseln, was heutzutage gang und gäbe ist. Heute wird so ziemlich jeder Müll (erinnert sich noch jemand an 'polyphone Klingeltöne'?) mit dem Titel 'Fortschritt' versehen - Fortschritt ist aber eigentlich, das gute zu bewahren und das weniger gute zu verbessern - hier kommt kein Fortschritt auf uns zu, hier wird uns die Hoheit und Kontrolle, der letzte kleine Einfluss auf unsere Software und Daten genommen, wir werden noch weiter in Abhängigkeiten getrieben, die am Ende dann richtig teuer werden, auf die eine oder andere Weise.

    Das ist nichts so, dass ein Kern am Anschlag ist und der Rest sich langweilt.

    Japp, aber kein Kern kann ausgelastet werden, die Anzeige im Task Manager ist da sehr wenig hilfreich - am Ende begrenzt die Single Core Leistung der CPU.


    Lest mal bei PMDG

    Aber sofort... :-)


    Fertig... also er sieht das wohl auch so, dass MS hier lediglich den Markt übernehmen möchte, indem alles wohl über deren Store laufen muss. Deckt sich letztlich weitestgehend mit meiner Einschätzung und das wäre dann selbst wenn der Sim gut sein sollte ein Problem, denn bei Erfolg wäre dann wieder ein Monopol da und wenn der Sim dann mal zwei Jahre nicht performt (finanziell) wird er wieder dicht gemacht und die Nutzer stehen wieder blöd da - und der Spaß fängt von vorn an.

    Woran machst Du das fest?

    An so Dingen wie dem Deffered Rendering, den Decals am Boden, der gesamten Szeneriedarstellung, der tatsache, dass X-Plane massig Objekte darstellen kann und anderen Dingen, die optisch einfach heutzutage selbstverständlich sind - will da die alte Diskussion nicht wieder ausgraben, aber verglichen mit P3D wirkt X-Plane 11 deutlich frischer.



    X-Plane hat es trotz 64 Bit noch nicht mal geschafft mehrkernfähig zu werden.

    Das ist so nicht ganz richtig, X-plane nutzt merhrere Kerne, allerdings hängt einiges am Mainthread, was dann limitiert. Nach Aussagen von Laminar ist das aber so wie es ist der OpenGL-Schnittstelle geschuldet und sollte sich mit Vulkan dann irgendwann ändern.




    Im Spiele Bereich ist AMD immer noch meilenweit weg.

    Das kommt ganz auf das Spiel und auf die Schnittstelle an, die da verwendet wird. Außerdem beziehe ich mich auf X-Plane 11 und die Aussagen von Laminar dazu, die nun Vulkan technisch am laufen haben - demnach ist AMD da nun so schnell wie man es erwarten dürfte und nicht mehr weit abgeschlagen.




    weil Intel auch nicht im Schlaf versinkt

    Intel... wenn die ihren 10nm-Prozess nicht mal langsam auf die reihe kriegen verlieren die den Anschluss - sie haben einen technischen Vorsprung von ein paar Jahren gegenüber allen anderen in einen veritablen Rückstand verwandelt. Die neuen Ryzen 3000 werden wohl erstmals schneller als vergleichbare Intel, bei geringerem Takt.

    Landwirtschaftssimulator 2019 hat in Deutschland auch 'nur' mehr als 200.000 Verkäufe - international sind das aber deutlich mehr. Das dürfte für die Flugsimulation dann auch nicht anders sein, wo dann auch noch hinzu kommt, dass nur X-Plane 11 auftauchen dürfte, P3D ist hier offiziell nicht erhältlich und auch nicht als Game einstufbar, FSX dürfte heute keine großen Verkäufe der Grundplattform mehr aufweisen und AFS2 ist ja selbst in der Community ein Außenseiter.


    Man sieht aber hier auch schön, was mich allgemein am Gaming stört: Die 'Hits' sind die (teils jährlichen) Neuauflagen, aufgewärmter Kaffee, alles schon tausend mal so dagewesen.

    Wenn dann die zwei Millionen den Top-Sim für 100 Euronen kaufen, wären das alleine 15% vom gesamten Spieleumsatz eines Jahres

    Vertu dich nicht - Blockbusterspiele, die sich erfolgreich nennen fangen gerade erst bei 2 Millionen Verkäufen des Basisspiels an (die klassische Gaming-Industrie legt die Zahlen auch regelmäßig vor).



    Und MS ist im Spielemarkt ein halber Nobody.

    Nicht wirklich. Die haben ihre xBox, die xBox-Plattform (Store, Netzwerk, Technik dahinter) die haben auch immer eigene Games gehabt, darunter genrespezifische Spitzentitel wie Forza 7 oder Forza Horizon, die haben 2,5 Milliarden USD für Mojang bzw Minecraft ausgegeben und sind fleißig dabei das auszuschlachten - ein Nobody sieht anders aus.



    Genauso habe ich das auch gelesen. Was, wenn es denn stimmt, sicher ein gutes Zeichen wäre.

    Ich schätze, dass mein zweites Szenario, das etwas komlexere, nun eher wahrscheinlich ist - wenn AS im Boot ist wird es kein reiner Arcade-Titel.



    Die Nutzungsstatistiken von Laminar Research deuten an, dass 60 Prozent aller Flüge in X-Plane 11 mit Standard-Flugzeugen durchgeführt werden.

    Das stimmt - allerdings ist X-Plane ja auch bei vielen nur Zweitnstallation oder nur zum Anschauen überhaupt installiert worden, was dieses erklären würde. Dann gibt es auch noch zwei REP-Packages, welche aus den Standardflugzeugen C172 und Baron 58 immerhin Flugzeuge beinahe auf A2A-Niveau machen, weshalb auch diese sicher oft geflogen werden.



    Wir können also mit größter Vorsicht davon ausgehen, dass es außerhalb von Foren und Flugsimulator-Websiten eine große Zahl an Benutzern gibt, die sich einfach nur an der Standardausstattung ihres Simulators erfreuen und am Community-Leben nicht teilhaben. Darauf deuten auch die Verkaufszahlen der FSX:Steam Edition hin.

    Ja, das sehe ich auch so. Aber, diese Zahlen sind ja eben das Potential, welches dahinter steht, das ist die Zielgruppe. Selbst wenn jetzt viele nicht so richtig hinterher sind, was Flughäfen und Flugzeuge angeht, werden sie doch von einem kompakten offiziellen DLC-Bundle wie sie im Gaming üblich sind durchaus angesprochen - und für MS sind die Verkaufszahlen der Software selbst und der offiziellen DLCs von Bedeutung, und dan eben alles, was über deren Store läuft. Daher sage ich ja, es richtet sich an Gamer als auch an Simmer, mit der ersten Gruppe verdient man erstmal ganz normal Geld wie bei anderen Spielen und mit der zweiten Gruppe können dann auf lange Sicht Einnahmen generiert werden. Es mag ja sein, dass Hardcore-Simmer eine kleine Gruppe sind - diese gibt dafür aber auch viel Geld für ihr Hobby aus.

    Auf eine Anfrage im Aerosoft-Forum hat Mathijs Kok bislang nicht wirklich geantwortet. Er schreibt nur: "We have absolutely nothing to comment or say about this. Sorry." Klingt meiner Ansicht nach nicht nach einem Dementi, aber das mag jeder intepretieren, wie er will.

    Das ist kein Dementi - kein Kommentar bedeutet, man will nicht drüber reden, gesteht da aber indirekt ein, dass man dabei ist, sonst würde man richtig dementieren, wie es John venema für Orbx tat, der sagte "wir haben davon erst aus der Presse erfahren".


    Bei Laminar Research sieht es da schon anders aus.

    Allerdings - aber, X-Plane 11 ist auch deutlich moderner als P3D von der Technik her, ich sehe da gute Chancen den Simulator auf ein optisch ähnliches Niveau zu bringen wie das, was im Trailer zum MSFS zu sehen ist. Dazu bräuchte es ja in erster Linie ein neues Wettersystem (das gezeigte schlägt rein visuell jedes bisher dagewesene deutlich und ist letztlich auch das, was den Aha-Effekt ausmacht) und neue Wassereffekte - die Atmosphärendarstellung beherrscht XP schon ordentlich und darauf lässt sich aufbauen, was manche AddOns ja auch schon zeigen (xAmbience, UltraWeatherXP). Dann ist da noch die Performance aber bis 2020 tut sich in Sachen Hardware noch einiges (speziell bei AMD) und Vulkan kommt auch noch (wo dann AMD-Hardware dann auch auf Augenhöhe sein wird, wurde bestätigt), da ist also einiges an Potential. Szenerie- und Bodendarstellung im X-Plane sind bereits erstklassig, davon müssen Szenerie-Entwickler nur richtig Gebrauch machen.

    Noch ein Nachtrag:


    Wenn schon John Venema, immerhin CEO einer der großen Publisher, sagt, er habe darüber aus der Presse bzw. dem Trailer erfahren denke ich, dass die Marketing-Aussage seitens MS bezüglich 'working with the industry' eher nicht so ernst zu nehmen ist, was dann aber die Frage aufkommen lässt. was überhaupt ernst zu nehmen sein soll. Den Fehler, die AddOn-Entwickler raus zu lassen hatte ja Dovetail Games schon gemacht.